Engineering-Software Eine durchgängige Software als umfassendes Gesamtsystem für den globalen Anlagenbau
Grundlage für den Erfolg im internationalen Anlagenbau sind die richtigen Engineering-Werkzeuge. Eine moderne Prozess-Software bietet heute alles, vom Objektmodell bis hin zur Preisdatenbank.
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Wenn ein NASDAQ-100-Unternehmen wie Foster Wheeler als eines der weltweit renommiertesten Anlagebauunternehmen seine Anlagen plant und umsetzt, steht viel auf dem Spiel. Zu gut ist der Ruf für eine äußerst zuverlässige und erfolgreiche Projektabwicklung innerhalb gesetzter Termin- und Budgetrahmen. Entsprechend groß sind die Ansprüche von Investoren und Kunden, die vor allem aus der Öl- und Gasindustrie kommen. Folgerichtig fordert Foster Wheeler ein Projekt-Lifecycle-Managementsystem, das hoch entwickelt, zuverlässig und einheitlich ist.
Kritische Anforderungen wie die Notwendigkeit, in mehreren Währungen und in einer multinationalen Umgebung zu arbeiten, um Risiken wirksam aufzuzeigen und zu begegnen, gilt es zu meistern. Darüber hinaus sind gleichzeitig einheitliche Unternehmens-Standards sicherzustellen, um konsistente, genaue und zuverlässige Kalkulationen erstellen zu können.
Globale Präsenz
Das passende Engineering-Werkzeug fanden die progressiven Amerikaner ausgerechnet in der alten Welt, genauer im Schwäbischen. Denn mit RIBEPC bietet RIB Software eine durchgängige und mehrsprachige Lösung, die alle Phasen des Projektlebenszyklus im Anlagenbau und in der Einzelfertigung umfasst: von der Projektidee über Kalkulation, Auftragsabwicklung, Controlling bis hin zur Inbetriebnahme oder Anlagenerweiterung. Standardisierte Schnittstellen, wie GAEB-XML und Schnittstellen zu Fremdsoftware – etwa kaufmännische Software, Projektmanagement-Tools oder CAD-Software – ermöglichen einen sicheren Datenaustausch mit allen Projektmitgliedern in allen Phasen des Projekts. Speziell für Management und Projektleiter bietet diese Software einen weiteren Vorteil: Auf mobilen Endgeräten signalisiert RIBEPC aktuelle Zustände über eine Ampelübersicht. Auf Knopfdruck können Verantwortliche laufende Projekte steuern – egal, wo auf der Welt sie sich befinden. Mit Versionen in englischer, deutscher, französischer und in chinesischer Sprache sind globale Projektvorhaben zumindest im Bereich der Kommunikation kein Problem mehr.
Die Software in der technischen Praxis
In der technischen Praxis sieht der Verlauf der Software so aus: Gewöhnlich unterteilen die Planer ihre Projekte nach Lokalitäten und weisen diesen die benötigten Ausstattungen, etwa Bauteile, Baugruppen oder Artikel, zu. Die Software bietet für diese erste Projektphase vorgefertigte Baugruppen innerhalb eines Stamm-Bereichs, beispielsweise Rohrleitungen, Turbinen oder Motoren. Mithilfe des Objektmodells lassen sich Mengen nun einfach ermitteln. Projektleiter können Objektparameter, z.B. die Anzahl benötigter Pumpen oder die Länge der Rohre, mit nur wenigen Handgriffen an ihr aktuelles Projekt adaptieren. Teilleistungen mit Rezepturen, Teilmengen und Kosten sind bereits mit den Bauteilen verknüpft.
Kosten im Überblick
Die Kostenermittlung erfolgt nach Kostengruppen mit parametrisierbaren Elementen. Im Verlauf eines aktuellen Projekts lässt sich so die Zielgenauigkeit schrittweise steigern: Die RIB-Lösung zeigt in dieser Phase die Auswirkungen aller Maß- oder Materialänderungen direkt an. Projektplaner können unterschiedliche, voneinander unabhängige Varianten betrachten. Im Stamm lassen sich die Kostenelemente in nach unterschiedlichen Branchen gegliederten Katalogen erzeugen und pflegen. Alle Kostengruppen, Leistungsbereiche und weitere interne Kriterien können einem Kostenelement zugeordnet werden. Dabei sind verschiedene Ansichten und Auswertungen, beispielsweise nach Ort, Kostengruppe oder Bauteil, möglich.
Im nächsten Schritt des Engineering-Prozesses generieren Projektplaner und EPC-Kontraktoren Leistungsverzeichnisse für Auftraggeber und Nachunternehmer. Die Projektsoftware unterscheidet in dieser Phase zwischen Projekt- und Nachunternehmer-Leistungsverzeichnissen. Aus Objektmodell und Kostenschätzung lassen sich diese Verzeichnisse auf einfache Weise generieren: Auf Knopfdruck erstellen Projektverantwortliche einen hierarchisch frei gliederbaren Katalog, in dem alle Komponenten verdichtet sind. Für eine effiziente Vertragsgestaltung können sämtliche externen Dokumente – von Texten, Grafiken oder Tabellen bis hin zu digitalisierten Handbüchern technischer Geräte – in die Projektstruktur eingebunden werden.
Detaillierte Kalkulation
Auch in der Phase der verfeinerten Kalkulation unterscheidet die Software zwischen Material- und Subunternehmereinkauf. Unternehmen können so Kosten, Mengen und Stundensätze detailliert kalkulieren, Zuschläge berechnen und Angebote erstellen, die sie wahlweise auf Papier oder elektronisch an den Projektplaner übergeben. Es entsteht eine übersichtliche Preisdatenbank, in der die Preise sämtlicher Projekte aufgenommen werden und somit für künftige Projekte als Referenzpreise zur Verfügung stehen.
Je nach Art des Projektes können innerhalb des Systems Kalkulationen vorgenommen werden, die mehr als fünf Millionen technische Mannstunden und 160 Millionen Bauausführungsstunden umfassen. RIBEPC bearbeitet dabei Kalkulationen von über 100 Sub-Auftragnehmern und Lieferanten.
Foster Wheeler setzt RIBEPC übrigens bereits bei einer Vielzahl seiner Öl- und Gas-Projekten weltweit ein. Ob bei der Erschließung von Gasfeldern, LNG (Liquified Natural Gas)-Betriebsanlagen, Gas-Terminals oder Gasverflüssigungsbetrieben, es sind vor allem Stabilität und Leistungsfähigkeit in den Bereichen Preiskalkulation und Datenmanagement, welche die hohen Kriterien dieses internationalen Anlagenbauers erfüllen.
R. Fraunhoffer ist Produktmanager Anlagenbau/EPC, V. Mikeleit ist Pressereferentin bei der RIB Software AG, Stuttgart.
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