Dechema-Kolumne Ein Plädoyer für die Lust auf Zukunft

Ein Gastkommentar von Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, Dechema e.V 2 min Lesedauer

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Der Rückblick auf das Jahr 2024 lohnte sich nicht wirklich. Auch deshalb sollten wir nach vorne schauen und auf das, was es positives gibt, sagt unsere Gastkommentatorin Dr. Kathrin Rübberdt. Die Transformation unserer Industrien hat schon begonnen und Chemiker, Ingenieurinnen, Biotechnologen oder Verfahrenstechnikerinnen tragen viel dazu bei, unsere technologische Zukunft zu gestalten und aktuelle Probleme zu lösen.

Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, Dechema e.V.(Bild:  Dechema)
Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, Dechema e.V.
(Bild: Dechema)

Hatten Sie Ende 2024 auch wenig Lust auf die obligatorischen Jahresrückblicke, ob gedruckt oder im Fernsehen zwischen Weihnachtsgans und Plätzchenteller? Angesichts der Ereignisse der letzten 12 Monate und der aktuellen Nachrichtenlage konnte man nur hoffen, dass irgendein Zoo noch Bilder von einem Eisbärenbaby lieferte, um das Ganze aufzuhellen.

Wenn ich in mein eigenes professionelles Umfeld blicke, sehe ich allerdings auch eine Menge Positives: Wissenschaftler:innen forschen und vermelden technologische Fortschritte, die die Voraussetzung dafür sind, einige der aktuellen Probleme zu lösen. In Gremien und bei Veranstaltungen werden Themen diskutiert und Kooperationen vereinbart, um wichtige Fragen zur technischen Umsetzung zu klären. Und trotz der Sorge um den Industriestandort und der damit verbundenen Veränderungen investieren Unternehmen, um ihr Geschäft und damit die Branche insgesamt auch in Deutschland und Europa zukunftssicher zu machen.

Schauen wir also nach vorne. Die Transformation der Industrie – ob Chemie, Mobilität oder Energie – hat schon begonnen, die Weichen sind gestellt. Jetzt gilt es, nicht zu zaudern oder auf halbem Weg stehenzubleiben, sondern entschlossen weiterzumachen. Die Herausforderungen von heute lassen sich nicht mit Antworten von gestern meistern. Wir halten die Bausteine für viele Lösungen heute schon in der Hand. Wir haben Konzepte für eine Wasserstoffwirtschaft. Wir wissen, dass wir mit Kreislaufschließungen viele unserer Rohstoff-, aber auch Abfall- und Klimaprobleme angehen können. Wir haben neue Erkenntnisse in der Biotechnologie oder der chemischen Katalyse, mit denen wir Prozesse effizienter und ressourcenschonend gestalten und neue Produkte erschließen können, die Innovationen in anderen Branchen ermöglichen.

Als Chemiker, Ingenieurinnen, Biotechnologen oder Verfahrenstechnikerinnen können wir nicht die großen politischen und globalen Verwerfungen lösen. Wir können mit unseren Mitteln aber sehr viel dazu beitragen, die Zukunft nachhaltig und lebenswert zu gestalten. Lassen Sie uns das gemeinsam auch 2025 tun!

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