Software-Tools

Effizienter Anlagenbetrieb mit abgestimmten Tools zur Visualisierung, Protokollierung und Alarmierung

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Verwendung von zahlreichen Visualisierungsgeräten

Die Visualisierungs-Software Atvise basiert auf einem nativen Web-Ansatz, sodass die Installation von Plug-ins – wie Java oder Silverlight – entfällt. Zur Darstellung der projektierten Visualisierungs-Applikation reicht ein Standard-Browser aus. Vom klassischen PC bis zum Smart Device – also Smartphone oder Tablet-PC – können beliebige Visualisierungsgeräte für die Anzeige verwendet werden.

Im stationären Einsatz, vor allem in rauen industriellen Umgebungen, kommen typischerweise HMI-Geräte zur Anwendung. Die WP3xxx-Reihe greift den nativen Web-Ansatz auf und zeigt Atvise-Applikationen optimal an. Als Bedien-Software wird auf ihnen ein Webkit-basierter Browser genutzt. Weil es sich bei den Visualisierungsseiten oder Objekten von Atvise um skalierbare Vektorgrafiken (SVG) handelt, ist keine Anpassung an verschiedene Auflösungen notwendig. Das erspart einerseits den Engineering-Aufwand und sorgt andererseits für eine stets qualitativ hochwertige Darstellung der Visualisierungs-Applikation auf unterschiedlichen Geräteklassen.

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Während Atvise Scada eine Laufzeitumgebung für PC-basierte Systeme ist, wird Atvise WebMI als Embedded-Lösung direkt auf der Steuerung – wie der modularen Kleinsteuerung AXC 1050 – betrieben. In beiden Ansätze erfolgt die Projektierung der Visualisierungs-Anwendungen mit dem Engineering-Werkzeug Atvise Builder. So lassen sich einfach skalierbare Lösungen aufbauen, deren Wiederverwendbarkeit zu Einsparungen im Engineering führt.

Einbindung von Meldungen aus verschiedenen Quellen

Nicht jedes Visualisierungssystem verfügt über einen leistungsstarken Alarm-Dispatcher. In bestimmten Applikationen sollen Alarme und Statusmeldungen der Anlagensteuerung jedoch ohne Umweg über eine Visualisierung direkt an das Service-Personal weitergeleitet werden. Durch Verwendung von Agenten kann AIP daher Meldungen aus verschiedenen Quellen einbinden und diese dem Empfänger unabhängig von seinem jeweiligen Standort über unterschiedliche Medien zusenden. Für viele bekannte Visualisierungssysteme gibt es bereits individuelle Treiber (Agenten) zur Alarmanbindung. Darüber hinaus unterstützt AIP Standard-Schnittstellen wie OPC oder CSV-Import.

Alarmmeldungen können nicht nur parallel an mehrere Empfänger geschickt werden, sondern die Verfügbarkeit der Mitarbeiter lässt sich auch über einen integrierten Schichtplan konfigurieren. Sind die Empfänger nicht erreichbar, stellt die Zuordnung von Eskalationsstufen und Vertretern trotzdem eine schnelle Reaktion sicher. Eine Logging-/Tracking-Funktion zeichnet alle Aktivitäten auf, sodass jederzeit nachvollzogen werden kann, welcher Alarm wann und an wen gesendet wurde. Wie schon erwähnt kann AIP Alarme und Meldungen per SMS, Voice-Mail, Lautsprecher-Ausgabe, automatisiertem E-Mail-Versand oder Push-Message an eine Smartphone-App (Android) übermitteln.

Parametrierung sämtlicher Datenbank-Einstellungen

Die Software Acron besteht aus verschiedenen Modulen. Den Kern des Tools bildet die Acron-Datenbank. In ihr werden Alarme, die originalen Prozessdatenwerte und die daraus komprimierten oder errechneten Werte – die so genannten Verfahrensgrößen – gespeichert. Die Datenkomprimierung geschieht durch die DB-Engine. Mit dem Designer konfiguriert der Anwender das Datenbank-Management-System. Eine Programmierung ist nicht erforderlich, da sich sämtliche Einstellungen komfortabel parametrieren lassen. Für die Ankopplung der Datenquellen werden unterschiedliche Provider genutzt. Hier stehen einerseits Tool-spezifische Treiber zur Verfügung. Zudem können die Daten über standardisierte Schnittstellen direkt integriert werden.

Der Acron-Reporter dient der Datenanalyse. Mit ihm werden individuell layoutete Verlaufsprotokolle und Protokolldateien zu den erfassten Daten erstellt. Wichtige branchentypische Layouts sind dabei als Vorlagen erhältlich. Das Acron-Modul Graph zeichnet für die grafische Auswertung der historischen Daten in verschiedenen zeitlichen Verdichtungsstufen sowie die grafische Präsentation von Wertekurven, Vergleichsverläufen sowie Linien- oder Balkendiagrammen verantwortlich. Mit dem Service-/PDCA-Modul werden die gemäß ISO 50001 vorgeschriebenen Verfahren des Plan/Do/Check/Act erfüllt. Dazu gehören die Aufnahme von Betriebsstundenzählern, Laufzeiten oder Schaltspielen sowie das Generieren proaktiver Wartungshinweise oder Alarmmeldungen. Acron unterstützt ferner viele Schnittstellen, um Daten an andere Werkzeuge weiterzugeben.

* Die Autoren arbeiten im Produktmarketing Software, Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont.

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