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Abwassernutzung in Petrochemiekomplex

Dow nutzt kommunales Abwasser in Kühltürmen

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Dadurch entstand eine Belastung für den Ebro und die umliegenden Gemeinden, eines der Gebiete mit großer Wasserknappheit in Spanien. Die Projekte tragen dazu bei, diese Süßwasser-Ressourcen frei zu machen und helfen dabei, die Verfügbarkeit von Wasser für andere Zwecke wie kommunale Nutzung, Wachstumsprojekte im Tourismus oder Landwirtschaft zu steigern.

90 % Abwasser bis Ende 2016

Als Ergebnis des Projekts besteht das in den Kühltürmen im petrochemischen Produktionskomplex von Dow Chemicals (Ethylen-Cracker) verwendete Zusatzwasser nun aus 40 % aufbereitetem Abwasser. Das entspricht einem Durchfluss von 160 m3/h aus wiederverwendeten Abwasser aus der Rückgewinnungsanlage. Es wird erwartet, dass bis Ende 2016 diese Proportion bis auf 90 % steigen und mit nur 10 % Wasser aus dem Ebro gemischt wird.

Vor der Verwendung von aufbereitetem Abwasser wurde der Dow-Cracker Kühlturm ausschließlich mit Wasser aus dem Ebro in 4 Zyklen betrieben. Der Anstieg sowohl bei der Qualität des Zusatzwassers wie auch bei der Menge des zur Speisung des Kühlturms verwendeten gereinigten Abwassers werden es möglich machen, mit einer höheren Anzahl von Konzentrationszyklen zu arbeiten und folglich eine drastische Verringerung des Abblasbetriebs zu erzielen sowie das System in einem fast geschlossenen Schleifenmodus zu betreiben.

Umkehrosmose-Behandlung

Eine Kombination von Umkehrosmose-Elementen Filmtec für Brackwasser mit Extra-Verschmutzungsbeständigkeit (Bwxfr, aus dem Englischen Brackish Water Extra Fouling Resistance) & Brackwasser mit Energiesparmodus (LE, aus dem Englischen Low Energy) wurden ausgewählt, um in der Doppeldurchlaufanlage der Ctawrp installiert zu werden. Die Membranelemente mit Extra-Verschmutzungsbeständigkeit wurden im ersten Durchlauf verwendet; sie wurden entwickelt, um Permeatwasser von höchster Qualität zu liefern und bieten gleichzeitig aufgrund der breitesten pH-Reinigungsbereichs (1 - 13) und chemischer Toleranz eine hervorragende Robustheit. Die Gestaltung des zweiten Durchlaufs mit Energiespar-Membranelementen trug dazu bei, dass die Anlage eine höhere Salzrückhaltung bei 33 % niedrigerem Druck sowie eine ausgezeichnete Abweisung von Siliziumdioxid, Bor, Nitrat, Isopropylalkohol und Ammonium lieferten.

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