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Digitalisierung in der Prozessindustrie

Digitale Transformation als Effizienzmotor – Vorteile von Industrie 4.0 heute schon nutzen

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Agile Standards für die Modularisierung

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck produziert Flüssigkeitskristalle und OLED-Materialien für Displays aller Art. Das Unternehmen, das kleine Produktmengen hochproduktiv herstellt, sah sich mit der Herausforderung konfrontiert, dass der Markt immer schneller neue, innovative Weiterentwicklungen der Produkte verlangt.

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„Unsere Antwort auf Industrie 4.0 heißt Modularisierung“, so Christian Schäfer, Teamleiter Automatisierungstechnik bei Merck. Im Zuge dessen besteht eine neue Filteranlage aus verschiedenen Modulen, die seriell, parallel oder gemischt produktabhängig verknüpft werden können. Jedes Modul ist mit einer Siemens-Steuerung ausgestattet und kann individuell betrieben werden.

In einem weiteren Schritt machen Siemens und Merck sich in der Namur, der Interessengemeinschaft Automatisierungstechnik der Prozessindustrie, und dem ZVEI, dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, gemeinsam stark, wenn es um eine agile Standardisierung der Modularisierung verfahrenstechnischer Anlagen geht.

Siemens präsentiert im Testlabor für Smart Automation in Karlsruhe dazu das gemeinsam mit Merck entwickelte „Plug-and-Produce“-Prinzip: Wie bei einer Raumstation können Module via Baukastenprinzip und mit minimalen Engineering-Zeiten an das Backbone angedockt werden. Damit das Leitsystem die Module orchestrieren kann, müssen diese einen einheitlichen Standard sprechen. „Wenn wir dort (in der Namur, Anm. d. Red.) zusammen auftreten und zeigen können, dass beispielsweise die Facette des Human Machine Interface (HMI) sowie die Services funktionieren, die wir entwickelt haben, dann haben wir natürlich ein anderes Ansehen“, ist Schäfer überzeugt.

Ausblick: Weitere Potenziale heben

Eckard Eberle, CEO der Siemens Process Industries and Drives Business Unit Process Automation: „Wir sind überzeugt, dass wir mit unseren Kunden in der gemeinsamen Realisierung von Digitalisierungsprojekten die Zukunft der Prozessindustrie nachhaltig gestalten können.“
Eckard Eberle, CEO der Siemens Process Industries and Drives Business Unit Process Automation: „Wir sind überzeugt, dass wir mit unseren Kunden in der gemeinsamen Realisierung von Digitalisierungsprojekten die Zukunft der Prozessindustrie nachhaltig gestalten können.“
(Bild: Kempf/PROCESS)

Ein enger, partnerschaftlicher Austausch zwischen allen Beteiligten dient einem agilen Vorgehen und damit allen Unternehmen. „Chancen müssen schnell erkannt und umgesetzt werden, denn nur so können Kunden den digitalen Wandel optimal nutzen, um für die spezifischen Anforderungen ihrer Märkte zukunftssicher und wettbewerbsfähig gerüstet zu sein“, so Eckard Eberle, CEO der Siemens Process Industries and Drives Business Unit Process Automation.

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Siemens und seinen Kunden in Form von Co-Creation und Digital Consulting hat zudem auch die Entwicklung gänzlich neuer Digitalisierungslösungen zur Folge, mit denen die digitale Transformation weiter vorangetrieben werden kann. „Wir sind überzeugt, dass wir mit unseren Kunden in der gemeinsamen Realisierung von Digitalisierungsprojekten die Zukunft der Prozessindustrie nachhaltig gestalten und Wettbewerbsvorteile schaffen können“, schließt Eberle.

* Der Autor ist Digitalization Consultant bei der Siemens AG, Karlsruhe.

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