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Digitalisierung in der Prozessindustrie

Digitale Transformation als Effizienzmotor – Vorteile von Industrie 4.0 heute schon nutzen

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„Mit der neuen Automationsplattform und der weiteren Standardisierung unserer Produkte erleichtern wir unseren Kunden insbesondere die Einbindung ihrer Systeme in übergeordnete Automatisierungslösungen, wie Scada, MES oder ERP. Zugleich ermöglichen wir ihnen eine einfachere Skalierbarkeit von Prozessen, die vom Labormaßstab bis zur kommerziellen Produktion reichen“, erklärte Prof. Dr. Oscar-Werner Reif, Chief Technology Officer von Sartorius Stedim Biotech. „Mit Siemens als einem der führenden Unternehmen im Bereich der Automatisierung haben wir einen idealen Partner gefunden“, so Reif weiter. Durch Automatisierung und Digitalisierung der Produktionssysteme können laut einer Studie der Siemens Financial Services (SFS) Unternehmen eine jährliche Produktivitätssteigerung von bis zu 9,8 Prozent erreichen.

Individuelle Beratungsleistungen

Um die Automatisierung und Digitalisierung vom ersten Ansatz an zu unterstützen, bietet Siemens das „Digital Consulting“. Im Rahmen dieser individuellen Beratungsleistung wird gemeinsam mit dem Kunden erarbeitet, was Digitalisierung für sein Unternehmen bedeutet und auf welche Bereiche er den Fokus legt. Anders ausgedrückt: Was verspricht sich der Kunde von der digitalen Transformation?

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Im Rahmen des Digital Consulting erhält er eine Roadmap für die Implementierung, sprich mit welchen Maßnahmen und Kosten er die Digitalisierung seiner Brown- oder Greenfield-Anlagen realisieren kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Kunde bereits mit Siemens-Technik arbeitet oder nicht. Der Consulting-Ansatz ist vollkommen herstellerunabhängig.

Best Practice: Farbe ganz nach Wunsch

Dass der Einsatz der Industrie 4.0-Lösungen nicht nur rentabel, sondern auch längst keine Zukunftsmusik mehr ist, beweist u.a. Dulux Australia. Dulux ist Australiens bekannteste Farbenmarke und gehört in der Region zu Dulux Australia, einem Unternehmen der Dulux Group.

Das Unternehmen hat mit Siemens seine erste „Digital Paint Plant“ realisiert. Bei dem Greenfield-Projekt wurde auf fortschrittliche Fertigungstechnologie und die durchgängige Digitalisierung aller Prozesse geachtet. Dadurch ist der gesamte Herstellungsprozess vertikal und horizontal integriert, was die Reduzierung der Losgröße von 5000 auf 100 Liter ermöglichte. „Wir konnten die Zahl von rund 75.000 manuellen Eingriffen pro Jahr praktisch auf Null senken. Das erhöht die punktgenaue Wiederholbarkeit unserer Rezepturen“, erklärt Kevin Worrell, Projektleiter bei Dulux Australia. „Damit gewährleisten wir höchste Farbqualität bei optimalem Rohstoffeinsatz und senken zugleich den Energieverbrauch um 25 Prozent mehr als geplant.“

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Ein weiterer Bestandteil der Digitalisierungs-Strategie bei Dulux Australia ist die papierlose Fertigung (Paperless Manufacturing) mittels Simatic IT eBR (electronic Batch Record). Mit der Dokumentationsform, die bei Dulux erstmals außerhalb der Pharmaindustrie zum Einsatz kommt, werden alle Prozessschritte sowie das Handling der verwendeten Rohmaterialien während der Fertigung genau erfasst und überwacht.

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