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Verarbeitendes Gewerbe Digitale Transformation: Vier Faktoren, die den Fortschritt bremsen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 2 min Lesedauer

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Eine neue Studie von MindMetre hat die aktuell wichtigsten Hindernisse untersucht, die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes für eine erfolgreiche digitale Transformation überwinden müssen.

(Bild: christopher burns/unsplash)
(Bild: christopher burns/unsplash)

Die Studie „Driving Digital Dynamics“ des Markforschungsinstituts MindMetre, für die rund 1.000 Unternehmen der verarbeitenden Industrie weltweit befragt wurden, hat vier wichtige Faktoren identifiziert, die die digitale Transformation in der Industrie bremsen:

  • Kompetenz im Management: Die mangelnde Fähigkeit, die Vorteile, Risiken, Investitionsrendite und Best-Practice-Lösungen für die digitale Transformation einzuschätzen.
  • „Data Challenge“: Schwierigkeiten bei der Erfassung, Verwaltung und profitablen Nutzung digitaler Daten.
  • Produktionshalle: Die fehlende Einbindung der Angestellten zur Umsetzung und Verwaltung neuer Systeme und Prozesse.
  • Anleitung und Zusammenarbeit: Der mangelnde Austausch grundlegender Kenntnisse, Best Practices und Beispiele erfolgreicher digitaler Transformation zwischen den Anbietern der Technologie und den Nutzern in der Industrie.

Digitale Transformation: Ungenutztes Potential in der Fertigung

Der aktuelle Bericht von MindMetre knüpft an die Studie „Digital Divisions“ von 2024 an, die ergeben hat, dass der Anteil, den digitale Transformation bei Herstellern aller Größenordnungen im Jahr 2023 und 2024 bei etwa 25 bis 30 Prozent lag. Das zeigt das enorme ungenutzte Verbesserungspotential in der Fertigungsindustrie weltweit. Dafür sei jedoch eine stärkere Vernetzung, Zusammenarbeit und der internationale Austausch erfolgreicher Beispiele erforderlich, so der aktuelle Bericht von MindMetre.

Der entscheidende Hebel für den Fortschritt bei der digitalen Transformation sei ein grundlegender Wandel der Einstellung – sowohl bei den Herstellern als auch bei ihren Technologielieferanten. Die Studie betont, dass viele nationale Branchenverbände des verarbeitenden Gewerbes weltweit bereits gute Fortschritte gemacht haben. Allerdings stellt die Forschung von MindMetre ebenfalls klar, dass die bisherigen Bemühungen nicht ausreichen, um das Tempo der Transformation aufrechtzuerhalten und zu beschleunigen.

Hindernisse bei der digitalen Transformation überwinden

Paul Lindsell ist Geschäftsführer von MindMetre.(Bild:  MindMetre)
Paul Lindsell ist Geschäftsführer von MindMetre.
(Bild: MindMetre)

Paul Lindsell, Geschäftsführer von MindMetre, einem Unternehmen von ThoughtSpark, kommentiert die Studienergebnisse: „Es gibt viele erstklassige Initiativen der Branchenverbände. Ebenso gibt es herausragende Technologieanbieter, die Workshops zum Erfahrungsaustausch und Foren für ihren Kundenstamm schaffen. All diese Maßnahmen sind zu begrüßen. Dennoch scheinen Reichweite und Umfang noch nicht auszureichen, um die von unseren Befragten identifizierten Hindernisse bei der digitalen Transformation zu überwinden, wie Kompetenz des Managements, Fähigkeit zur Datenverarbeitung und Mitarbeiterengagement.

Letztendlich ist ein gewisser Vertrauensvorschuss von beiden Seiten – Industrie und Technologieanbietern – notwendig, um ein offenes, kollaboratives Ökosystem zu schaffen, das im Interesse aller Investitionen in neue Technologien fördert

Paul Lindsell

Das Auftauchen des Konzepts von Industrie 5.0 ist ebenfalls ein Beleg für Fortschritte. So wird die entscheidende Mensch-Maschine-Schnittstelle bereits in der Planungsphase der digitalen Transformation berücksichtigt. Dennoch ist mehr erforderlich, um das Tempo der Transformation zu steigern. Dies ist eine große Herausforderung für die industrielle Technologiebranche, die den Wandel beschleunigen will, ohne ihre Wettbewerbsvorteile zu gefährden. Letztendlich ist ein gewisser Vertrauensvorschuss von beiden Seiten – Industrie und Technologieanbietern – notwendig, um ein offenes, kollaboratives Ökosystem zu schaffen, das im Interesse aller effektive Investitionen in neue Technologien fördert und zu substanziellen Verbesserungen in Effizienz, Agilität und Leistungsfähigkeit in der Produktion führt. Selbstbewusste Technologieanbieter gehen bereits diesen Weg – doch die Mehrheit muss mitziehen.“

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