Kamera erkennt Gaslecks
Die unsichtbare Gefahr: So werden Gaslecks „sichtbar“

Von Peter Maas, CTO & Co-Founder, Grandperspective 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Austretende Gase sind ein Horrorszenario für Chemieparkbetreiber: Unsichtbar, kaum zu entdecken, aber umweltgefährdend, giftig oder explosiv stellen sie ein erhebliches Risiko für Personal, Anwohner und Umgebung dar. Betreiber sind daher einfallsreich, wenn es darum geht Gaslecks zu entdecken. Doch das ist selbst für moderne Sensoren nicht einfach, wenn man nicht einen einen Röntgenblick wie Superman hat.

Eine einzige Sensoreinheit kann große Areale mit bis zu einem Kilometer Entfernung rund um die Uhr autonom und vollautomatisch überwachen.(Bild:  Grandperspective)
Eine einzige Sensoreinheit kann große Areale mit bis zu einem Kilometer Entfernung rund um die Uhr autonom und vollautomatisch überwachen.
(Bild: Grandperspective)

Chemieparks tragen erheblich zum Erfolg eines der wichtigsten Industriezweige weltweit bei. Gleichzeitig bergen sie beträchtliche Risiken, die durch hohe Sicherheitsstandards, technologische Innovationen und strenge regulatorische Kontrolle minimiert werden müssen. Schließlich gibt es gesellschaftlichen Druck, ihre Umweltverträglichkeit zu verbessern und nachhaltigere Produktionsmethoden zu entwickeln. Die Standortbetreiber arbeiten hart daran, das Betriebsrisiko immer weiter zu minimieren, doch sind Leckagen von giftigen oder brennbaren Gasen noch immer ein riesiges, oft unterschätztes Gefahrenpotenzial: Mehr als 30 Prozent der gefährlichen Lecks werden von Gassensoren nicht erkannt. Ist eine Gaswolke erst einmal entwichen, ist es mit herkömmlichen Methoden nahezu unmöglich, Position, Verteilung und Richtung zu bestimmen.