Chemie & Mittelstand
Die Macher in der Krise – Stirbt Deutschlands chemischer Mittelstand?

Von Dominik Stephan 3 min Lesedauer

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Der deutsche Chemiemittelstand kämpft ums Überleben. Während die Gründungszahlen dramatisch sinken, bedrohen explodierende Energiekosten und ausufernde Regulierung das Rückgrat der Branche.

(Bild:  hkama - stock.adobe.com)
(Bild: hkama - stock.adobe.com)

Die Chemie hat es nicht leicht: Noch immer liegt die Produktion in der Industrie 17 Prozent unter den Vor-Corona-Werten von 2018. Die zeitweise gut gefüllten Auftragsbücher leeren sich, was sich in einer Auslastung der Produktionsanlagen von lediglich 75 Prozent widerspiegelt. Seit vier Jahren liegt die Chemie- und Pharmabranche deutlich unter dem notwendigen Grundwert für einen rentablen Betrieb, erklären Branchenkenner. Standortschließungen sind längst kein Schreckgespenst mehr, sondern bittere Realität.

Und wie immer, wenn es den großen Konzernen schlecht geht, richtet sich in Deutschland der Blick auf den Mittelstand. Die Bundesrepublik ist zu Recht stolz auf ihre „Hidden Champions“ – auch und gerade in der Chemie. Tatsächlich sind die Zahlen erst einmal beeindruckend: Im Schatten der Weltunternehmen vom Rang einer BASF, Bayer, Evonik und Co. segeln rund 2.000 mittelständische Unternehmen (mit höchstens 1.000 Mitarbeitern), die rund 280.000 Menschen beschäftigen – das entspricht 59 Prozent aller Branchenbeschäftigten. Anders ausgedrückt: Von hundert Unternehmen sind 97 mittelständisch organisiert. Mit einem Jahresumsatz von 126 Milliarden Euro stemmen sie mehr als die Hälfte des Branchenumsatzes.

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