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CO2-Roadmap CO₂-Vermeidung und Karbonatisierung: Deutsche Kalkindustrie plant klimapositive Zukunft

Quelle: Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie e.V. 2 min Lesedauer

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Die deutsche Kalkindustrie geht mit einer neuen Roadmap zur CO₂-Vermeidung einen wichtigen Schritt in Richtung Klimaneutralität. Der Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie (BVK) präsentiert darin Strategien und Zwischenziele bis 2030 und 2045, die durch drei zentrale Technologiepfade umgesetzt werden sollen.

Die Kalkindustrie in Deutschland will ihren Beitrag zur Erreichung der Klimaziele in Deutschland leisten. Sie hat nun ihre CO₂-Roadmap vorgelegt. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die Kalkindustrie in Deutschland will ihren Beitrag zur Erreichung der Klimaziele in Deutschland leisten. Sie hat nun ihre CO₂-Roadmap vorgelegt.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die deutsche Kalkindustrie steht auf ihrem Transformationspfad als energieintensive Industrie mit unvermeidbaren rohstoffbedingten CO2-Emissionen vor besonderen Herausforderungen. Nun setzt sie einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion: Mit der Veröffentlichung der neuen Roadmap zur CO2-Vermeidung präsentiert der Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie e. V. (BVK) umfassende Strategien, die den Transformationspfad der Branche mit Zwischenzielen bis 2030 bzw. bis 2045 skizzieren. Umsetzen lässt sich diese Transformation dem Verband zufolge aber nur mit der Unterstützung der Politik und im Einvernehmen mit der Zivilgesellschaft.

Die Roadmap beruht auf den Angaben der deutschen Kalkhersteller und eigenen wissenschaftlichen Erhebungen des BVKs und ist in die Gesamtstrategie der Europäischen Kalkindustrie eingebettet.

„Wir wollen unsere Produktion so umstellen, dass wir spätestens 2045 über alle Werke unsere Kalkprodukte ohne CO2-Ausstoß, also klimaneutral, produzieren können. Durch die Fähigkeit unserer Produkte, wieder CO2 aus der Luft einzubinden, werden wir klimapositiv“, so Alexia Spieler, Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie e. V.

Drei Technologiepfade stehen dabei im Fokus: Direkte CO2-Vermeidung, CO2-Abscheidung und -Speicherung sowie die Karbonatisierung.

Unternehmen der deutschen Kalkindustrie haben bereits mehrere Projekte auf den Weg gebracht, die diese drei Technologiepfade umsetzen. So werden Anlagen zur CO2-Abscheidung und neue Kalkbrennöfen mit Sauerstoffverbrennung errichtet wie im Everest-Projekt der Lhoist Germany, die ersten Anwendungen der Karbonatisierung getestet und Prozesse zur direkten CO2-Vermeidung optimiert. Auch der Einsatz biogener Brennstoffe ist bereits angelaufen.

Der Bundesverband der Kalkindustrie (BVK) betont, dass die erfolgreiche Transformation der Kalkindustrie nicht nur technologischer Innovationen, sondern auch eines klaren politischen Rahmens bedarf. Dafür fordert der Verband fünf zentrale Maßnahmen: Erstens müsse die Energieversorgung gesichert werden, wobei die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien sowie der Ausbau entsprechender Kapazitäten und Netze entscheidend seien. Für eine klimaneutrale Kalkproduktion sei zudem der Ersatz fossiler Brennstoffe durch nachhaltige Alternativen wie Biomasse oder CO2-neutrale Brennstoffe unverzichtbar. Zweitens bedarf es einer leistungsfähigen CO2-Infrastruktur, um Technologien zur CO₂-Abscheidung und -Nutzung (CCS und CCU) wettbewerbsneutral umzusetzen. Hierzu gehört auch die Errichtung von CO₂-Speichern in Deutschland, die sowohl aus ökonomischen als auch aus Versorgungssicherheitsgründen notwendig sind.

Drittens sei die Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen für CCS und CCU erforderlich, um deren Anwendung auf nationaler und internationaler Ebene zu ermöglichen. Viertens sind wirtschaftliche Rahmenbedingungen essenziell, die eine sichere Kalksteinversorgung und Investitionen in Forschung sowie Förderprogramme für klimaneutralen Kalk gewährleisten. Dazu gehört ebenfalls die langfristige Sicherung international wettbewerbsfähiger Energiekosten für die Industrie. Der Aufbau grüner Leitmärkte soll dabei helfen, CO2-arme Produkte kostendeckend zu vermarkten und den Förderbedarf für emissionsarme Grundstoffe zu senken.

Zuletzt fordert der BVK die Anerkennung der Karbonatisierung als Methode zur CO2-Bindung. Diese Technik soll offiziell in Klimaschutzinstrumente integriert und im Emissionshandelssystem oder anderen Systemen monetär honoriert werden. Laut BVK könnte Kalk durch die Karbonatisierung zum „Gamechanger“ in der CO2-Reduktion werden.

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