Digitaler Produktpass
Der Schlüssel zur skalierbaren Kreislaufwirtschaft

Aktualisiert am 17.12.2025 Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. rer. pol. Julia Krause, International Industrial Sourcing and Sales an der HTW Dresden 3 min Lesedauer

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Die Idee vollständiger Produkttransparenz ist nicht neu. Schon vor Jahren waren Maschinen- und Anlagenbauer in Projekten mit den GUS-Staaten mit umfangreichen Dokumentationspflichten zum Produktlebenszyklus konfrontiert. Was früher in Papierordnern festgehalten wurde, wird nun digital, vernetzt und lebenszyklusübergreifend gedacht – und bildet die Grundlage für den Digitalen Produktpass und eine praktikable Kreislaufwirtschaft.

Der Digitale Produktpass liefert, was lange gefehlt hat: eine praktikable, skalierbare und intelligente Grundlage für echte Kreislaufwirtschaft.(Bild:  Tung Nguyen)
Der Digitale Produktpass liefert, was lange gefehlt hat: eine praktikable, skalierbare und intelligente Grundlage für echte Kreislaufwirtschaft.
(Bild: Tung Nguyen)

Die industrielle Produktion steht an einem Wendepunkt. Während Regulierung und Klimaziele den Handlungsdruck erhöhen – zuletzt teils auch wieder nachlassen – bleibt die praktische Umsetzung der Kreislaufwirtschaft häufig hinter den Erwartungen zurück. Ursache ist weniger mangelnder Wille in den Unternehmen als ein strukturelles Problem: Produktdaten liegen über Engineering, Fertigung, Lieferkette, Betrieb und Entsorgung hinweg verstreut und unverbunden vor.

Mit dem Digitalen Produktpass (DPP) entsteht erstmals eine Infrastruktur, die diese Informationslücke schließt. Er macht Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg eindeutig identifizierbar, transparent und digital begleitbar. Für die Prozessindustrie – geprägt von hoher Materialvielfalt, sicherheitsrelevanten Daten und komplexen regulatorischen Anforderungen – stellt dies einen entscheidenden Durchbruch dar.

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