Aber bevor es zum Einbau kommt, muss besonders bei KMU ein Bewusstsein entstehen, welche Einsparpotenziale möglich sind, berichtet Thomas Frank. Er ist Geschäftsführer der Bohle Isoliertechnik und empfiehlt als Lektüre die Broschüre „Dämmung von Anlagen in Industrie und Gewerbe“ von der deutschen Bauindustrie und der Dena.
Frank weiß wovon er spricht, Bohle ist schon seit Jahrzehnten bei großen Chemieunternehmen als Rahmenvertragspartner tätig und hat Erfahrung in unterschiedlichsten Anwendungsgebieten.
Wenn die Investition ins Haus steht, warnen die Experten davor, schnelle Wirtschaftlichkeit als alleiniges Entscheidungskriterium heranzuziehen – hier seien teilweise verzerrte Maßstäbe zu finden. Ortlieb warnt Unternehmen davor, alleine die Pay-Back-Time zurate zu ziehen: „Vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit ist die Herangehensweise mit der Kapitalrücklaufzeit die falsche. Ebenso ist das übliche Vorgehen, defekte Dämmungen durch Gleichwertiges zu ersetzen, nicht sinnvoll“.
Gesamtkostenminimum erreichen
Die einzig objektive Betrachtung von Effizienzmaßnahmen sei über die Gesamtkosten der geplanten Lebensdauer. Dabei wird bei der Berechnung der wirtschaftlichen Dämmdicke gemäß VDI 2055 die Dämmstärke ermittelt bei der das Gesamtkostenminimum erreicht wird. Wenn so vorausschauend gehandelt wird, können die unscheinbaren Isolierungen nachhaltig die Energieeffizienz verbessern und dabei helfen gehörige Summen einzusparen. In Zeiten von Energiemanagement-Zertifizierungszwängen, steigenden Kosten für Energie und CO2-Zertifikate sollte sich die Frage, ob isoliert wird oder nicht, eigentlich aber gar nicht mehr stellen.
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