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Carbon Capture & Storage

Der Absorber im Abgasschlot – Stoppt die Chemie den Klimawandel?

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Das Beste zweier Welten?

Deswegen gehen die Forscher jetzt ganz neue Wege: Membrane-Gas-Absorption-Verfahren (MAG) könnten mit deutlich weniger Platz und Energie auskommen. Dabei wird das Rauchgas entlang einer flüssigkeitsabweisenden Membran geführt, durch die das CO2 diffundieren kann. Ähnliche Methoden werden bereits in der Gasförderung genutzt, beim Rauchgas ist jedoch die relative CO2-Konzentration vergleichsweise gering. Die Trennleistung reiner Membranverfahren wäre der von Gaswäschen unterlegen.

Die Kombination aus Membran und Absorber könnte das Beste zweier Welten vereinigen: Durch die Trennung von Gas und Lösemittel lassen sich Probleme wie Degradation durch Sauerstoff oder Stickoxide minimieren. Auch benötigt das Verfahren keine großen Absorberkolonnen. Die so mögliche, wesentlich höhere CO2-Konzentration im Lösemittel hilft, den Chemikalienverbrauch und Energiebedarf zu reduzieren. Wenn es gelingen würde, in die Membran eine „aktive“ Transportsubstanz einzubauen könnte die Abscheideleistung zusätzlich erhöht werden – derartige Verfahren sind bislang aber über den Labormaßstab nicht heraus gekommen.

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Stoppt die Chemie den Klimawandel?

Stoppt Chemie den Klimawandel? Klar ist, CCS ist kein Allheilmittel – es kann aber einen wichtigen Beitrag leisten. Nicht Maschinenbauer und Elektrotechnik-Ingenieure sondern die Verfahrenstechnik könnte den Schlüssel zum Kraftwerk der Zukunft in der Hand halten – dank des Absorbers im Schlot.

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