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...die Membran als Barriere sorgt für einen feststofffreien Ablauf. Die sehr hohe Reinigungsleistung von MBR-Anwendungen ist eine notwendige Voraussetzung für den Einsatz von z. B. Umkehrosmosen für echtes Wasser-Recycling. Dieser Weg wird bereits in der chemischen und pharmazeutischen Industrie und benachbarten Industriezweigen verfolgt. Er stellt eine Möglichkeit dar, den spezifischen Wasserverbrauch zu senken.
Ein Praxis-Beispiel: Das Unternehmen Oftech Oberflächentechnik beschichtet Bauteile der Automobil- und Elektroindustrie. Im Zuge der Umstellung von Chrom-VI- auf Chrom-III-Beschichtungen wurde eine mobile Anlage installiert, in der spezielle Ionentauscher frühzeitig Störstoffe aus den Prozesslösungen (Elektrolyten) entfernen. Ergebnis: Die Menge an verbrauchten Beizen und Elektrolyten wird reduziert, die Standzeiten der Wirkbäder konnten deutlich verlängert werden.
Wasserrecycling in der Getränkeindustrie
Einer der größten Wasserverbraucher im Getränkebetrieb ist die Flaschenwaschmaschine. Hier wird in der Spülzone mit einem Aufwand von 100 bis 1000 ml Wasser pro Flasche die Reinigungslauge in einer mehrstufigen Kaskade aus den Flaschen ausgespült. Typischer-weise wird der Ablauf aus der Spülzone für die Vorweiche und/oder den Kastenwäscher weiterverwendet. Auch die Energie zum Erwärmen der Reinigungsmedien ist beträchtlich.
Die Prozessphilosophie des Wasserrecyclings der FuMA-Tech GmbH beruht darauf, für alle mit dem Spülprozess in das Wasser eingetragenen Verunreinigungen eine „Senke“ zu schaffen. Der Aufbereitungsprozess besteht aus einer Verfahrenskombination von Ultrafiltration und Umkehrosmose, kombiniert mit einer zweistufigen Neutralisation unter Verwendung von Kohlensäure. Die Ausrüstung des Recyclingsystems mit UV-Desinfektionsanlagen und einer automatisierten Membranreinigung und Anlagendesinfektion sorgt dafür, dass auch unter kritischen Rohwasserbedingungen (Biochemischer Sauerstoffbedarf (BSB), Temperatur) eine Anlagenverkeimung unterbleibt. Typischerweise können mit dem Wasserrecycling 50 bis 60 Prozent des Frischwassers eingespart werden. Das Produktwasser ist weitgehend entsalzt und entspricht in den Qualitätsanforderungen der Trinkwasserverordnung.
Leitungsverluste mindern spart auch Energie
Das größte Einsparpotenzial beim Wasserverbrauch liegt in der Vermeidung bzw. Verminderung von Verlusten. Bei der landwirtschaftlichen Bewässerung, die weltweit rund 70 Prozent des Wasserverbrauchs ausmacht, lassen sich durch effiziente Bewässerungssysteme Verdunstungsverluste von 50 auf 10 Prozent verringern. Bei der Trinkwasserversorgung sind Netzverluste von 30 bis 50 Prozent eher die Regel als die Ausnahme. So versickern in London...
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