ACHEMA 2012-Trendbericht Industrielle Wassertechnik

Den Water & Carbon Footprint fest im Blick

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...kostengünstiger behandelt, wertvolle Inhaltsstoffe ausgeschleust und das gereinigte Abwasser einer Wiederverwendung zugeführt werden. Zunehmend werden darüber hinaus energetische Fragestellungen in Richtung „Carbon Footprint“ der Anlagen über den gesamten Lebenszyklus zu wichtigen Argumenten bei der Auftragsvergabe, berichtet die VDMA-Fachabteilung Wasser- und Abwassertechnik.

Der „Carbon Footprint“ in der Wasseraufbereitung

Dies bestätigen Krüger Wabag und auch andere Gesellschaften aus der Wassertechniksparte von Veolia: Sie bewerten deshalb ihre Verfahren in der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung systematisch hinsichtlich der Emission klimaschädlicher Gase über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Dank der Gesamtbilanz für Kohlenstoff ist das Unternehmen in der Lage, verschiedene Lösungen zur Wasseraufbereitung zu ermitteln und mögliche Einsparmaßnahmen mit den damit verbundenen Kosten und Vorteilen aufzuzeigen.

In öffentlichen Projekten beispielsweise in Großbritannien gehört eine Einschätzung der zu erwartenden Klimagas-Emissionen zum Standard jeder Ausschreibung. Auch in der Industrie haben sich zahlreiche global agierende Unternehmen – zum Beispiel in der Nahrungsmittelproduktion – eigene Ziele zur schrittweisen Verminderung ihrer Emissionen gesetzt, über deren Erreichungsgrad kontinuierlich Bericht erstattet wird. Für andere Akteure steht neben dem nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen schon aus monetären Gründen die Verbesserung der Energieeffizienz im Vordergrund. Auch dies wirkt sich positiv in der Kohlenstoffdioxid-Bilanz aus.

Zur Berechnung der Emissionen beim Bau der Anlagen werden die Systeme in ihre Bestandteile zerlegt betrachtet. Die Rohmaterialen wie zum Beispiel Stahl, Aluminium und verschiedene Kunststoffarten werden quantifiziert und mit Kohlenstoffdioxid-Emissionskoeffizienten multipliziert. Die dabei verwendeten Koeffizienten stammen aus mehreren international anerkannten Datenbanken. Die wichtigsten Faktoren für den Betrieb sind die eingesetzten Rohwassertypen, Energieverbrauch und Betriebsmittel.

Integriertes Wasser-Management

Eine Produktionsanlage, die kein Wasser abführen muss, dürfte eine der konsequentesten Umsetzungen für einen ressourcenschonenden Umgang mit Wasser sein. Grundlagen für die Realisierung eines solchen Projektes schafft die niederländische Evides Industriewasser B.V. in China: Dort wird im trockenen Norden eine Demonstrationsanlage für die Aufbereitung von Abwasser zu hochwertigem Industrieprozesswasser gebaut. Die Anlage wird Teil eines Prozesswasserkreislaufs sein, in den...

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