Energiedatenmanagement

Das richtige Maß Effizienz

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Flexibel dank modularer Lösungen

Komplexe Messtechnik ist hierfür nicht nötig. Mit der Energiemanagement-Lösung von Wago lassen sich alle Prozessgrößen und Energieverbräuche mit nur einem System erfassen. Dank der Modularität des I/O-Systems können Unternehmen ihre Datenerfassung individuell zusammenbauen und jederzeit erweitern – ganz so, wie sie es benötigen.

Bei der Messdatenerfassung setzt Wago auf ein offenes und flexibles System. Alle Daten werden über den Wago-Controller PFC 200 und das Wago-I/O-System 750 gesammelt, an die sich beliebige Sensoren oder Messumformer anschließen lassen. So können verschiedene Szenarien bedient werden: Ein Anlagenbetreiber, der bereits eine eigene Energiemanagementsoftware nutzt, kann über die Wago-Lösung seine Messstellentiefe einfach erhöhen.

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Aber auch Unternehmen, die erst in das Energiemanagement einsteigen, finden eine passende Lösung: Die Software „Energiemanagement“ im Controller PFC 200 speichert die aufgenommenen Messwerte und visualisiert diese. Nach Wunsch und Bedarf ist das auch in der neuen Wago Cloud Data Control möglich. Die Software kann Daten über das standardisierte Protokoll MQTT direkt in die Rechnerwolke senden. Und das dank des gehärteten Linux-Betriebssystems besonders sicher.

Unternehmen können so schnell und einfach Einsparpotenziale entdecken und Transparenz in ihre Verbräuche bekommen – die entscheidende Voraussetzung, um die Anforderungen der neuen ISO 50003 auf wirtschaftlichem Weg zu erfüllen.

Doch trotz moderner und wirtschaftlicher Lösungen für das Energiemanagement befürchten Experten, dass Effizienzgewinne und folglich der Verbesserungsnachweis für die Unternehmen langfristig schwierig werden könnte. „Die tief hängenden Früchte sind schnell geerntet. Dann werden immer höhere Investitionen in effizienzsteigernde Maßnahmen nötig sein, um die Pflichten der ISO 50003 erfüllen zu können“, sagt Hahn.

Die Frage sei, ob sich die Maßnahmen für die Firmen dann noch rechneten. „Wenn sich Investitionen erst in fünf bis acht Jahren amortisieren, ist das zu spät.“ Der Experte hält daher politische Unterstützung für erforderlich. „Die ISO 50003 sollte ein dynamischer Prozess zwischen Unternehmen und Politik sein und mit Förderprogrammen für energiesparende Technik wie Wärmepumpen flankiert werden.“ Daran mangele es derzeit noch.

* * Der Autor ist Redakteur bei Wago Kontakttechnik, Minden. Kontakt: Tel.+49-571-887-49620

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