Thermische Verfahren
Energieverluste beim Wärmetransfer: So machen Sie der Effizienz Dampf

Von Prof. Dr. Uwe Bälz, Technischer Berater und Timo Wäsche, Vetrieb, beide W. Baelz & Sohn 4 min Lesedauer

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Soll Wärme fließen, ist Dampf nicht weit – doch beim Energietransfer lassen Betreiber große Effizienzpotenziale liegen. Mit einer Dampf-Wärmeübergabestation nach Maß ließen sich erhebliche Mengen Dampf und Energie sparen. Dabei spielt die Kondesatkühlung eine entscheidende Rolle.

Schema der kondensatseitigen Regelung bei einem stehenden Wärmeübertrager ohne Kondensatbehälter.(Bild:  W. Baelz & Sohn GmbH & Co)
Schema der kondensatseitigen Regelung bei einem stehenden Wärmeübertrager ohne Kondensatbehälter.
(Bild: W. Baelz & Sohn GmbH & Co)

Wasserdampf ist ein idealer Wärmeträger für hohe Temperaturen in der industriellen Produktion oder in Fernwärmenetzen, da er eine hohe Wärmekapazität hat und vergleichsweise günstig ist. Mit steigenden Energiepreisen wird er jedoch immer wertvoller. Um den zur Verfügung stehenden Dampf möglichst vollständig und effizient zu nutzen, kommen Techniken wie die Dampfkondensation zum Einsatz. Die Wärme des Dampfes wird dabei über einen stehenden oder liegenden Wärmeübertrager weiter genutzt.

Ein Unternehmen, das Dampf für die Fertigung oder die Erzeugung von Brauch- und Heizungswasser einkauft, wird auf seine optimale Nutzung achten. Für die energiesparende Regelung der Wärmeübertragung gibt es zwei unterschiedliche Arten: die dampfseitige Regelung und die kondensatseitige Anstauregelung. Bei der am Markt verfügbaren dampfseitigen Regelung wird der Dampf auf der Primärseite unter Druck in einen liegenden oder stehenden Wärmeübertrager geleitet, um Wärme an das Zielmedium wie Brauch- oder Heizungswasser abzugeben. Die Regelung erfolgt dabei über das dampfseitige Regelventil. Der Dampf kondensiert teilweise und das Dampf-Kondensatgemisch verlässt je nach Kondensatgegendruck den Wärmeübertrager mit hoher Temperatur entsprechend dem Dampfdruck.