Fracking Chevron wird Schiefergas in Ukraine nicht fördern
Chevron ist aus einem Fracking-Projekt in der Ukraine ausgestiegen. Im November 2013 hatte der US-Energiekonzern ein 10 Milliarden US-Dollar Abkommen unterschrieben, um Schiefergas-Vorkommen in der Westukraine zu erschließen. Insidern zufolge vermutet Chevron, dass die Schiefergas-Reserven in dem Gebiet nicht so hoch sind wie zunächst erwartet.
Anbieter zum Thema

Kiev/Ukraine – Ein weiterer Rückschlag für die Ukraine auf dem Weg zur Unabhängigkeit von russischem Gas: Wie Kiev Post berichtet, ist Chevron aus einem sogenannten „Product Sharing Agreement“ mit der Ukraine ausgestiegen. Peter Clark, Chevron´s Ländermanager, sagte, es hätten nach der Einigung im Jahr 2013 noch bestimmte Voraussetzungen für das Abkommen erfüllt werden müssen. Dies sei nicht erfolgt.
Clark spricht Änderungen in der Steuergesetzgebung an, die aber nicht verabschiedet wurden. Laut Insidern ergaben zudem Ergebnisse aus Schiefergas-Feldern in Polen und Litauen mit einer ähnlichen Geologie wie die Olesska-Gasfeldes in der Westukraine, dass die Schiefergas-Reserven nicht so hoch waren, wie zunächst erwartet.
Ursprünglich wollte Chevron zwischen 2014 und 2016 rund 350 Millionen US-Dollar in die Entwicklung der Gasfelder stecken. Durch einen 50-jährigen Pachtvertrag sollten insgesamt rund 10 Milliarden US-Dollar in das Projekt fließen. Die Ukraine ging davon aus, dass mit einer Jahresproduktion von 10 Milliarden Kubikmeter Gas zu rechnen sei.
(ID:43138655)