Chemielogistik-Studie und Initiative Verkehrsinfrastruktur

Chemcologne und VCI nehmen sich Chemielogistik zur Brust

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„Diese Studie ist ein Beleg dafür, wie wichtig die Infrastruktur gerade auch für die Chemiebranche in NRW ist. Und sie bekräftigt vor allem meine Forderung, mehr Geld in den Erhalt unserer Verkehrswege zu investieren. Die Zeit der reinen Spatenstich-Politik ist endgültig vorbei. Wenn wir unseren Wohlstand und unsere Wirtschaftskraft nicht gefährden wollen, dann müssen wir unsere Verkehrswege in Schuss halten. Die Chemcologne-Studie unterstreicht unsere Position: Es geht nicht darum, neue Ortsumgehungen zu bauen, sondern wir müssen jetzt vor allem Deutschland reparieren“, betonte Groschek bei der Übergabe der Studie.

Angekündigte Bundesmittel sind Tropfen auf heißem Stein

Und für diese Reparaturen müssen die Länder und der Bund viel Geld in die Hand nehmen. Alleine um die nötigen Brücken neu zu bauen und damit die vorhandene Infrastruktur zu erhalten wären 4,5 Milliarden Euro fällig, so Groschek. Die von der Bundesregierung angekündigten 400 Millionen Euro für Sanierungsmaßnahmen hätte da doch eher symbolische Bedeutung.

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Weg von der Straße hin zur Schiene, seien in Deutschland ca. 1400 Bahnbrücken sanierungsbedürftig, davon 270 in NRW. Auch ein Bahn-Bypass vom wichtigen Logistik-Hub Antwerpen Richtung Rheinland und die Ertüchtigung vorhandener Netze seien wichtige Ziele.

VCI fodert Masterplan Verkehrsinfrastruktur

Auch die Initiative Verkehrsinfrastruktur der chemischen Industrie hat konkrete Vorschläge für eine klare Investitionsplanung und sinnvolle Maßnahmen. Dabei benennt sie besonders die Voraussetzungen dafür, dass künftig mehr Chemietransporte mit Bahn und Binnenschiff stattfinden können. Rund 226 Millionen Tonnen chemischer Erzeugnisse werden zum Ziel befördert. Damit sei die chemische Industrie mit rund 6 % des gesamten Güterverkehrsaufkommens der zweitgrößte Auftraggeber von Transportdienstleistungen in Deutschland.

„Deutschland muss einen weiteren Verfall seines Verkehrsnetzes stoppen, wenn es Wettbewerbsfähigkeit sichern und Wohlstand erhalten will“, betonte Gerd Deimel, Sprecher der neuen Initiative Verkehrsinfrastruktur des VCI und Vice President bei Lanxess Deutschland, die in Frankfurt vorgestellt wurde.

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