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Chance oder Gefahr? Was bedeutet die Digitalisierung für Komponentenhersteller?

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Chance für Komponentenhersteller

Darin liegt die große Chance der Komponentenhersteller, sich von der tradierten Vorgehensweise mit starker Produktorientierung hin zur datenbasierten Kundenserviceorientierung weiterzuentwickeln. Der US-amerikanische Managementexperte Jim Collins beschreibt dieses Vorgehen erfolgreicher Unternehmen sehr anschaulich auf Basis eines „Schwungrad-“ und „Teufelskreis“-Modells und belegt es anhand zahlreicher Beispiele von erfolgreichen Unternehmen.

Es wird deutlich, dass diejenigen Unternehmen die erfolgreichsten sind, die keine radikalen Veränderungen einführen, sondern sich auch angesichts gravierender Veränderungen im Markt kontinuierlich weiterentwickeln [1].

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Aus dieser Betrachtung heraus wird deutlich, dass die Digitalisierung für Komponentenhersteller mehr eine Chance als eine Gefahr ist. Voraussetzung ist, dass man bereit ist, sich dem Wandel und veränderten Kundenerwartungshaltung zu stellen. Strategisch bedeutet dies eine klare Vorgehensweise und Fokussierung entlang der genannten Schlüsselfaktoren ausgehend vom existierenden Kerngeschäft. Hier liegt möglicherweise auch der Unterschied im Grad der möglichen Disruption zwischen den oft zitierten Beispielen aus dem Konsumgütermarkt und den industriellen Märkten.

Die Kundenerwartungen im Konsumgütermarkt unterscheiden sich deutlich von denjenigen in den industriellen Märkten. Auch das Verhalten der Kunden ist nicht vergleichbar, wie jeder selbst persönlich sehr gut am eigenen Handeln nachvollziehen kann. Im industriellen Umfeld fallen Nutzer und Kaufentscheider selten zusammen, sodass die zugrundeliegenden und zu entwickelnden Services völlig anders gestaltet sein müssen. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass selbst eine kontinuierliche Weiterentwicklung klare strategische Leitplanken für die Digitalisierung benötigt.

Es führt auch zu Veränderungen unterschiedlicher Tiefe in einem Unternehmen. Denken wir beispielsweise an den Bereich „Controlling“ [2]. Wie kann nun eine kontinuierliche Weiterentwicklung praktisch aussehen? Um dies zu erläutern, wird ein Beispiel aus der Praxis mit einer stärkeren Fokussierung auf den Kundenprozess, statt auf das technische Produkt vorgestellt: Für Pumpen steht nach wie vor die Reduktion der Betriebskosten beim Anwender im Vordergrund. Hierzu zählen insbesondere die Reduktion der Wartungs- und Instandhaltungsaufwände, Erhöhung der Verfügbarkeit sowie die Steigerung der Energieeffizienz während des Betriebs.

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