Katalyse-Forschung Covestro fördert CAT Catalytic Center mit 12 Millionen Euro

Quelle: Covestro 3 min Lesedauer

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Das CAT Catalytic Center in Aachen, eine Kooperation von Covestro und der RWTH, forscht an nachhaltigen Materialien und Recyclinglösungen. Mit über 12 Millionen Euro Förderung durch Covestro und Projekten bis 2031 soll Europas Innovationsführerschaft im Chemiesektor gestärkt werden

Alternative Rohstoffquellen erschließen, Recyclingfähigkeit von Kunststoffen verbessern: Prof. Dr. Ulrich Rüdiger, Rektor der RWTH Aachen University, Covestro-Vorstandsvorsitzender Dr. Markus Steilemann, und Prof. Jürgen Klankermayer, Lehrstuhl für Translationale Molekulare Katalyse der RWTH Aachen University (v.l.) unterzeichnen den Kooperationsvertrag.(Bild:  Schmitt Fotografie/ RWTH Aachen Universität)
Alternative Rohstoffquellen erschließen, Recyclingfähigkeit von Kunststoffen verbessern: Prof. Dr. Ulrich Rüdiger, Rektor der RWTH Aachen University, Covestro-Vorstandsvorsitzender Dr. Markus Steilemann, und Prof. Jürgen Klankermayer, Lehrstuhl für Translationale Molekulare Katalyse der RWTH Aachen University (v.l.) unterzeichnen den Kooperationsvertrag.
(Bild: Schmitt Fotografie/ RWTH Aachen Universität)

Das Katalyse-Forschungszentrum (CAT Catalytic Center Aachen) von Covestro und der RWTH Aachen University setzt die Forschung zu nachhaltigen und recyclingfähigen Materialien fort. Öffentlich geförderte Forschungsprojekte sollen bis 2031 fortgeführt und initiiert werden, die zur Stärkung des Standortes Europa im globalen Wettbewerb um Innovationsführerschaft im Chemiesektor beitragen. Covestro beteiligt sich mit über 12 Millionen Euro an dem Forschungszentrum.

Das 2007 in Aachen gegründete CAT Catalytic Center verfügt über umfangreiche Kompetenzen in den Bereichen Katalyse, Reaktionstechnik, Polymerchemie und chemisches Recycling. Alle Forschungsprojekte sind darauf ausgelegt, zu den Klimaschutzzielen beizutragen. Denn sie führen zu einer Verringerung der so genannten Scope 3-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. Das soll durch die Entwicklung neuartiger Polymere mit geringerem CO2-Fußabdruck, Recyclinglösungen für Covestro-Materialien und den Einsatz alternativer Rohstoffe wie Biomasse gelingen. So arbeiten beispielsweise bei dem EU-geförderten Forschungsprojekt Circular Foam Covestro und die RWTH mit dem CAT Catalytic Center sowie 22 weiteren Partnern daran, den Stoffkreislauf für Hartschäume aus Polyurethan (PU) zu schließen.

Als Beispiel für eine erfolgreiche Partnerschaft von Industrie und Wissenschaft trägt das CAT Catalytic Center zu einer umfassenden EU-Strategie zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und der Entwicklung nachhaltiger Materialien, wie biobasierten Kunststoffen, wiederverwertbaren Verbundstoffen und umweltfreundlicheren Chemikalien bei. Die Europäische Kommission hat in ihrem jüngsten Bericht über die Leistungsfähigkeit von Wissenschaft, Forschung und Innovation erneut die wesentliche Rolle dieser Bereiche herausgestellt. Entsprechende Investitionen und die Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktfähige Innovationen von Unternehmen spielen dabei eine entscheidende Rolle.

„Die Industrie und insbesondere die Chemiebranche sind zunehmend gefordert, alternative Rohstoffquellen zu erschließen und fossile Rohstoffe einzusparen. Hier gehen wir gemeinsam mit der RWTH Aachen auch in wirtschaftlich herausforderndem Umfeld weiter als Pioniere voran,“ betont der Covestro-Vorstandsvorsitzende Markus Steilemann. “Langjährige Partnerschaften wie diese helfen, Ressourcen zu schonen und die Kreislaufwirtschaft zu verwirklichen. Dafür sind aber auch die Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa entscheidend. Spitzenforschung benötigt ein gutes Innovationsklima, damit Wissenschaft und Industrie noch intensiver zusammenarbeiten können.“

Weniger CO2: Biobasiertes Anilin aus nachhaltigen Quellen entwickelt

Mehrere Projekte haben mit Beteiligung des CAT Catalytic Centers bereits große Schritte zur Marktreife gemacht. Ein Beispiel ist biobasiertes Anilin, das mithilfe eines innovativen Prozesses vollständig aus nachhaltigen Quellen anstelle von Erdöl gewonnen werden kann. Die weltweit erste Pilotanlage dafür ist zu Jahresbeginn in Leverkusen eingeweiht worden. Der Rohstoff wird in der Kunststoffindustrie, insbesondere für die Produktion von MDI für Polyurethan-Hartschaum, verwendet. Der Einsatz von biobasiertem Anilin kann zukünftig zur Förderung der Kreislaufwirtschaft beitragen und ermöglicht, den CO2-Fußabdruck in Gebäuden durch energieeffizienten Dämmschaum zu reduzieren.

„Der Technologietransfer zwischen Forschung und Industrie ist ein entscheidender Faktor für den Fortschritt in der Katalyse, einem bedeutenden Schritt in der chemischen Prozessentwicklung zu einer nachhaltigen Chemie. Die Zusammenarbeit mit Covestro ermöglicht es uns, unsere Expertise auf dem grundlegenden Gebiet der Katalyse weiter zu intensivieren“, so Prof. Dr. Ulrich Rüdiger, Rektor der RWTH Aachen University.

Am gemeinsamen Forschungszentrum in Aachen unter der Leitung von Professor Jürgen Klankermayer vom Lehrstuhl für Translationale Molekulare Katalyse sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Beendigung der Promotion tätig. Sie bringen die neuesten Aspekte der Forschung gepaart mit Erkenntnissen aus der Industrie ein und arbeiten in modernen Laborräumen mit angeschlossenem Technikum auf dem Gelände der Universität.

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