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Durchflussmessung mit Oberflächenwellen

Bringt SAW–Technologie die Perfekte Welle für die Durchflussmessung?

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Der Rayleigh-Winkel, unter dem die Schallwellen in die Flüssigkeit ausgekoppelt werden, ist für jede Ausbreitungsgeschwindigkeit individuell. Somit entsteht in Verbindung mit den zeitlichen Abläufen, den Empfangssignal-Charakteristiken und in Abhängigkeit, ob die Signale einfach oder mehrfach das Medium durchlaufen haben, ein „akustischer Fingerabdruck“ anhand dessen die Durchflussgeschwindigkeit, Dichte und Temperatur bestimmt werden können.

Die fächerförmige Abstrahlung der Oberflächenwellen in das Medium und der Vielfach-Empfang der Signale machen das Messergebnis vom Strömungsprofil unabhängig und störungsresistent.

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Die Messung mittels Laufzeitdifferenz ermöglicht aber noch mehr: „Wenn Sie mit anderen Messgeräten messen, muss etwas fließen. Wir machen das anders. Steht das Medium im Rohr, kann man es messen. Dann ist das Laufzeit-Delta eben Null.“ Das dieses Verfahren quasi als „Abfallprodukt“ Temperatur und Dichte des Mediums mitbestimmt, ermöglicht der Technik weiteres Wachstumspotenzial: Da sich aus diesen Daten leicht Massenstrom errechnen lässt, steht einem Ausbau als Multiparameterlösung nichts im Wege. Und das ist noch nicht alles, wie Erbe bestätigt: „Wir denken auch in Richtung Viskosität und Konzentrationsmessung – das ist dann wirklich High end!“

Oberflächenwellen sollen die Anwender überzeugen

Bis es so weit ist, soll Flowave jetzt die Anwender überzeugen: Zunächst für hygienische Verfahren oder Wasser geringer Leitfähigkeit (z.B. Reinstwasser), später auch in anderen Anwendungen, in denen bisher ausschließlich Coriolis-Messgeräte verfügbar waren. „Wir haben uns gefragt, wo drückt den Kunden der Schuh am meisten“, erklärt Erbe. „Insofern, als dass er ein horrendes Geld für etwas bezahlen muss, das er an dieser Messstelle gar nicht braucht.“

Zwar habe die Coriolis-Messtechnik ihre Berechtigung, aber vielfach wäre die Genauigkeit eines Mag-Meters völlig ausreichend. Wenn es denn funktionieren würde – aber da ist bei schwach leitenden oder stillstehenden Medien eben schnell Schluss. „Alternativen gibt es bisher nicht, da diese die nötige Reinigbarkeit, hygienische Unbedenklichkeit oder Genauigkeit nicht leisten können.“

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