Nachwachsende Rohstoffe Braunkohle und Buchenholz als Rohstoff für die Chemie
In den nächsten Jahren will die chemische Industrie verstärkt Braunkohle und Buchenholz nutzen, um Chemiestandorte in Sachsen-Anhalt und Mitteldeutschland nachhaltig zu sichern und unabhängiger vom Erdöl zu machen.
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Die chemische Industrie in Sachsen-Anhalt und Mitteldeutschland will in den kommenden Jahren stärker auf den Einsatz einheimischer Rohstoffe setzen. Konkret geht es dabei um Braunkohle und Buchenholz. Andreas Hiltermann, Geschäftsführer der InfraLeuna und Sprecher des Clusters Chemie/Kunststoffe für Chemieparks und nachwachsende Rohstoff, erhofft sich dadurch einen wirtschaftlichen Aufschwung für die einheimische Rohstoffindustrie, u.a. könnte das in den entsprechenden Branchen für zusätzliche Arbeitsplätze sorgen. Nach Aussagen des Instituts für Bildung in der Informationsgesellschaft (ibi) ist eine großtechnische Demonstrations-Anlage in Leuna geplant. „Mitteldeutschland hat so die Chance, weltweit zum Vorreiter für Dienstleistungen, Verfahren und Anlagen für eine zukunftsweisende stoffliche Nutzung der Braunkohle zu werden“, heißt es bei ibi.
Bei dem Cluster „Bioeconomy“, dass sich u. a. aus den für die Bioökonomie relevanten Branchen der chemischen Industrie und der Holz- und Zellstoffindustrie zusammensetzt, handelt es sich um ein zweites Projekt, das Buchenholz als Rohstoff für die mitteldeutsche Chemieindustrie vermehrt einsetzten will.
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