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Boom bei Bio-Anstrichmitteln Wachstumsmarkt Bio-Farben: Nachfrage soll auf 23 Milliarden Euro steigen

Quelle: Ceresana 2 min Lesedauer

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Bio-Farben und -Lacke boomen: Laut Ceresana könnte die weltweite Nachfrage bis 2034 auf rund 23 Milliarden Euro steigen – dank wachsendem Umweltbewusstsein und neuen Anwendungen.

Laut der aktuellen Marktstudie von Ceresana wird die weltweite Nachfrage nach Bio-Anstrichmitteln in den kommenden zehn Jahren voraussichtlich auf etwa 25 Milliarden Dollar (rund 23,25 Milliarden Euro) anwachsen.(Bild:  Ceresana)
Laut der aktuellen Marktstudie von Ceresana wird die weltweite Nachfrage nach Bio-Anstrichmitteln in den kommenden zehn Jahren voraussichtlich auf etwa 25 Milliarden Dollar (rund 23,25 Milliarden Euro) anwachsen.
(Bild: Ceresana)

Naturfarben, biologische Farben, Öko-Farben oder sogar vegane Farben: biobasierte Farben und Lacke werden unter verschiedenen Bezeichnungen angeboten. Die „grünen“ Beschichtungen versprechen nicht nur, gesünder und umweltfreundlicher zu sein als petrochemische Produkte - sie entwickeln sich zunehmend auch zu einem interessanten Geschäftsfeld. Ceresana hat bereits zum zweiten Mal den Weltmarkt für Bio-Farben und Bio-Lacke untersucht, die für den Innen- und Außenbereich von Gebäuden oder als Holz- und Industrielacke verwendet werden. Bisher machen diese Bio-Beschichtungen nur einen kleinen Teil des gesamten Farben- und Lackmarktes aus. Ihr Absatz nimmt aber deutlich zu: Die neuste Marktstudie von Ceresana prognostiziert, dass die weltweite Nachfrage für Bio-Anstrichmittel in den nächsten zehn Jahren auf rund 23 Milliarden Euro steigen wird. Zusätzlich zu den Marktdaten und Prognosen enthält die Studie auch Hintergrundinformationen zum regulatorischen Rahmen der Farb- und Lackindustrie sowie zur allgemeinen Wirtschaftslage und zur Situation in der Bauindustrie (u. a. wichtige Unternehmen, Bauaktivitäten, Investitionen) in den einzelnen Ländern.

Beschichtungen aus erneuerbaren Rohstoffen

Biobasierte Farben und Lacke werden ganz oder zumindest teilweise aus nachwachsenden Rohstoffen oder aus Mineralen gefertigt. Was „bio“ dabei genau heißen soll, wird von verschiedenen Öko-Labeln und Zertifizierungsstellen unterschiedlich festgelegt. Im Idealfall stammen die Zutaten jedenfalls aus nachhaltiger Land-, Forst- oder Fischereiwirtschaft und bleiben möglichst unverändert. Ganz im Sinne von Bio-Ökonomie und Kreislaufwirtschaft werden zum Beispiel natürliche Bindemittel, Pigmente und Füllstoffe aus Pflanzenstärke, Baumharzen, Muschelschalen oder Hühnerfedern entwickelt. Damit wird die Abhängigkeit von Erdöl und Erdgas verringert, und bisher ungenutzte Abfälle der Lebensmittelindustrie können verwertet werden. Mit Farben auf Basis von Acryl, Vinyl oder anderen konventionellen Kunststoffen können Bio-Produkte allerdings noch nicht bei allen Anwendungen mithalten, etwa bei anspruchsvollen Lacken für Automobile oder andere Industrieprodukte. Oft sind biobasierte Farben und Lacke auch noch teurer.

Vorteile für Gesundheit und Umwelt

Bio-Anstrichmittel können gut mit anderen nachhaltigen Baumaterialien kombiniert werden, zum Beispiel mit Bio-Dämmstoffen, Bio-Klebstoffen und Bio-Kunststoffen. Manche biobasierten Farben und Lacke bieten bessere Qualität und Wirtschaftlichkeit als die fossile Konkurrenz, etwa Vorteile wie höhere Farbbeständigkeit, Abriebfestigkeit, Viskosität oder Farbabdeckung. Naturpigmente bieten ein sehr breites Farbspektrum. Diffusionsoffene Naturfarben vermeiden Kondenswasser und Schimmel: Sie lassen Luftfeuchtigkeit durch, können sie speichern und wieder abgeben. Vor allem aber sind Bio-Beschichtungen weitgehend frei von giftigen Zusatzstoffen – und deshalb auch für sensible Bereiche wie Kinderzimmer geeignet. Die „Volldeklaration“ aller Inhaltsstoffe hilft nicht nur Allergikern und Menschen mit Chemikalien-Unverträglichkeiten. Die Langzeitwirkungen von Lösungsmitteln, Weichmachern, Nanopartikeln und anderen potentiell giftigen Farb-Substanzen müssen oft erst noch erforscht werden. Dagegen sind viele natürliche Materialien schon seit Jahrhunderten bekannt und erprobt, etwa Kalkfarben. Biologisch abbaubare Farbreste müssen nicht teuer als Sondermüll entsorgt werden.

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