Bio-basierte und biologisch abbaubare Kunststoffe
Plastik in den Gelben Sack? Das gehört doch auf den Kompost!

Von Dominik Stephan 6 min Lesedauer

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Das Für und Wieder bio-basierter und biologisch abbaubarer Kunststoffe. Kunststoffe hatten es die letzten Jahre in der öffentlichen Wahrnehmung nicht leicht – da kommen biobasierte oder kompostierbare Materialien gerade recht. Aber ist „alles Bio“ wirklich der gesuchte Stein der Plastikweisen?

Forschen an bioabbaubaren Materialien: Bei der BASF haben biobasierte, -abbbaubare und kompostierbare Polymere eine lange Tradition.(Bild:  PROCESS)
Forschen an bioabbaubaren Materialien: Bei der BASF haben biobasierte, -abbbaubare und kompostierbare Polymere eine lange Tradition.
(Bild: PROCESS)

Schauen Sie sich um: Jede Wette, dass Sie umgeben von Polymeren und Kunststoffen sind. Gehäuse und Bedienelemente für Elektronikgeräte, Spielwaren und Stifthülsen, alles in aller Regel aus Plastik. Schätzungen gehen in die hunderte Millionen Tonnen Kunststoffe, die Jahr für Jahr produziert werden. Ja, mancher geht so weit, Kunststoffe als das Kennzeichen des Anthropozäns, also des Zeitalters, in dem der Mensch seine Umwelt aktiv verändert, zu verstehen.

Schluss mit der Vision von der Atomzeit: Wir leben im Plastikzeitalter. Und das nicht erst seit gestern. Schon im 19. Jahrhundert begannen die vielseitigen Retortenmaterialien, mehr und mehr Anwendungsgebiete zu erschließen. Ob Leichtbau, Wärmedämmung oder Funktionsfaser, Polymere halten unsere moderne Welt zusammen. Und sie sind für die Energiewende unerlässlich, braucht doch alleine eine typische Windkraftanlage schnell über 100 Tonnen Polymer und Verbundmaterial (hauptsächlich Glasfaserverbundkunststoffe).