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Volumenstrom-Messung bei Abwasserpumpen
Betreiber von leistungsstarken, häufig arbeitenden Abwasserpumpen sollten von Zeit zu Zeit überprüfen, ob die vor Jahren installierten Aggregate noch wirtschaftlich arbeiten. Denn dank Fortschritten u.a. in der Motortechnik bieten moderne Pumpensysteme regelmäßig höhere Wirkungsgrade und versprechen somit eine geringere Energieaufnahme. Oft ‚rechnet’ sich deshalb auch der Austausch einer an sich noch funktionstüchtigen Technik.
Wie kann der Betreiber das Einsparpotenzial in seiner Anlage abschätzen? Als Entscheidungsgrundlage bietet Grundfos ein Pump Audit an. Bewährt hat sich bei Abwasserpumpen der Einsatz eines speziellen Volumenstrommessers: Das Gerät wird an einem offenen Rohr-Ende (Schacht, Sammelbecken usw.) in das zu messende Rohr eingeführt und mit einem Gummiballon soweit aufgeblasen, dass es zur Rohrwand hin abdichtet. Danach muss der gesamte Volumenstrom durch den eingebauten magnetisch-induktiven Durchflussmesser (MID) strömen. Der Messaufnehmer erzeugt aus dem Durchfluss ein elektrisch nutzbares Signal. Anhand der Messdaten ist eine aussagekräftige Amortisationsrechnung möglich.
Fazit
Die Sicherheit der Entsorgung hat bei einer Abwasserpumpe selbstverständlich klare Priorität. Wenn die Pumpe aber neben dieser Funktionalität mit einem energiesparenden Betrieb punkten kann, ist das natürlich umso besser und ein Wettbewerbsvorteil. Die Bedeutung der energetischen Effizienz hängt aber natürlich von der Dauer der Betriebszeit ab: Bei einem Hochwasserpumpwerk, das nur wenige Mal im Jahr benötigt wird, ist die Effizienz weniger wichtig, hier steht die Verfügbarkeit im Vordergrund. Andere Pumpen hingegen sind häufiger und länger in Betrieb (Zulaufpumpen, Rezirkulationspumpen); hier sollte auf einen guten Wirkungsgrad und einen effizienten Motor geachtet werden.
1)In Deutschland sind mehr als 96 Prozent der Bevölkerung an die kommunale Abwasserentsorgung angeschlossen. 515 000 Kilometer umfasst das Kanalnetz, das die Abwässer zu rund 10 000 kommunalen Kläranlagen leitet. ●
* Der Autor ist freier Mitarbeiter bei PROCESS. E-Mail-Kontakt: bitpress@t-online.de
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