Neues Organisationsmodell Bayer plant Neuausrichtung mit drastischem Stellenabbau

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Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer leitet mit einem neuen Organisationsmodell eine umfangreiche strategische Neuausrichtung ein. Ziel ist es Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und die Unternehmensperformance zu verbessern. Die Pläne beinhalten einen drastischen Personalabbau, der bis Ende 2025 abgeschlossen sein soll.

Im Zuge des Konzernumbaus plant Bayer einen erheblichen Stellenabbau in den Konzerngesellschaften in Deutschland.(Bild:  Bayer)
Im Zuge des Konzernumbaus plant Bayer einen erheblichen Stellenabbau in den Konzerngesellschaften in Deutschland.
(Bild: Bayer)

In einer bedeutenden Neuausrichtung seiner Unternehmensstrategie hat Bayer gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung ein neues Organisationsmodell namens „Dynamic Shared Ownership“ (DSO) eingeführt. Dieses Modell zielt darauf ab, Hierarchien und Bürokratie abzubauen, Strukturen zu verschlanken und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen, um die operative Performance des Unternehmens nachhaltig zu steigern.

„Bayer befindet sich derzeit aus unterschiedlichen Gründen in einer schwierigen Lage. Um die Leistungsfähigkeit unserer Organisation und unseren Handlungsspielraum schnell und nachhaltig zu verbessern, sind jetzt einschneidende Maßnahmen notwendig. Wir wollen Bayer zügig wieder in die Erfolgsspur bringen“, erklärt Heike Prinz, Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektorin von Bayer. Die Übereinstimmung zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmervertretung sei entscheidend, um die Herausforderungen zu bewältigen und das Unternehmen für zukünftiges Wachstum aufzustellen.

Die Vorstandsmitglieder und Arbeitnehmervertreter des Konzerns haben in einer gemeinsamen Erklärung die Grundprinzipien für die Zukunft des Unternehmens festgelegt. Dies umfasst auch Vorkehrungen für den erwarteten Personalabbau in deutschen Konzerngesellschaften, der im Rahmen der Restrukturierung ansteht.

„Für uns hat oberste Priorität, die Zukunft der Beschäftigten bei Bayer zu sichern. Die größten Möglichkeiten dafür sehen wir in der bestehenden One-Bayer-Struktur. Deshalb haben wir dem jetzt eingeschlagenen Weg zugestimmt und stehen dem neuen Organisationsmodell von Bayer offen gegenüber“, sagt Francesco Grioli, Mitglied des Aufsichtsrats von Bayer und des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG Bergbau, Chemie, Energie. „Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird sich vieles verändern. Wir werden gemeinsam daran arbeiten, dass alle sicher neue Pfade beschreiten können.“

Der Stellenabbau soll in den kommenden Monaten zügig umgesetzt werden und spätestens Ende 2025 abgeschlossen sein. Er soll gemäß den Prinzipien von DSO weitgehend dezentral erfolgen, so dass sich sein Umfang laut Bayer vorerst nicht beziffern lässt. Da mit DSO Hierarchien und komplexe Strukturen im Unternehmen abgebaut werden sollen, werden vom Stellenabbau auch Beschäftigte mit Führungs- oder Koordinationsaufgaben betroffen sein. Bayer beschäftigt in Deutschland derzeit rund 22.200 Mitarbeiter.

Für den Stellenabbau in Deutschland will Bayer gestaffelte Aufhebungsverträge und Unterstützung für die externe Neuorientierung der betroffenen Mitarbeiter anbieten. Eine „Future Skills Akademie“ soll zudem Mitarbeiter bei der Entwicklung zukunftsrelevanter Fähigkeiten unterstützen. Die Betriebsparteien verlängerten die Beschäftigungssicherung bis Ende 2026, um den betroffenen Beschäftigten mehr Zeit für Neuorientierung und Qualifizierung zu geben.

Die Gemeinsame Erklärung enthält darüber hinaus einige für den Unternehmensstandort Deutschland und seine Beschäftigten relevante Zusagen. So bekräftigen die Betriebsparteien das im März 2022 verabschiedete Zukunftskonzept, mit dem Bayer in Deutschland strategisch weiterentwickelt und die dortigen Unternehmensteile zukunftsorientiert ausgerichtet werden sollen. Der Chemiekonzern beabsichtigt überdies, die in Deutschland angesiedelten Unternehmenszentralen gemäß DSO weiterzuentwickeln. Die Betriebsparteien vereinbaren zudem, die betriebliche Altersversorgung bei Bayer zu verbessern und die bereits eingeleitete Rückführung der beruflichen Erstausbildung von externen Dienstleistern ins Unternehmen wie geplant bis Ende 2024 abzuschließen.

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