Startschuss für Katalyse-Zentrum Bayer investiert über 7 Millionen Euro in Aachener Katalyse-Zentrum

Redakteur: Manja Wühr

Gestern nahm das neue Katalysezentrum der Kooperationspartner Bayer Materialscience, Bayer Technology Services und RWTH Aachen seine Arbeit auf. Für einen Forschungszeitraum von fünf Jahren steuert Bayer über sieben Millionen Euro bei.

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Aachen, Leverkusen – „Die Entwicklung gänzlich neuer katalytischer Prozesse, wie wir sie in dem gemeinsamen Zentrum anstreben, öffnet viele Chancen und stellt gleichzeitig eine entscheidende wissenschaftliche Herausforderung für eine nachhaltige Entwicklung der stofflichen Wertschöpfungskette dar“, erläuterte Professor Dr. Walter Leitner die Bedeutung des neuen Katalysezentrums.

Unter seiner Leitung werden Forschungsprojekte zu Themen wie Synthese niedermolekularer Polymerbausteine für Spezialkunststoffe oder die Erschließung alternativer Rohstoffquellen, z.B. durch die Aktivierung von CO2 als Synthesebaustein durchgeführt. Das Katalysezentrum will sich somit langfristigen und grundlegenden Fragestellungen der Katalyseforschung widmen. Dabei lassen sich vier übergeordnete Themenbereiche identifizieren:

  • die Entwicklung, Charakterisierung, und Testung neuer Katalysatoren und katalytisch aktiver Materialien;
  • die Erforschung von Zusammenhängen zwischen Struktur und Funktion auf Basis der molekularen Wirkungsweise der Katalysatoren;
  • die Verbesserung bestehender und die Erforschung neuer Synthesen und Transformationen zur stofflichen Umwandlung;
  • das Design und die Erprobung neuer Konzepte für die Reaktions- und Verfahrenstechnik katalytischer Prozesse.

Fast 10 Millionen Euro für die Katalyseforschung

Im September 2007 hatten Bayer Materialscience und Bayer Technology Services eine zunächst auf fünf Jahre angelegte Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen auf dem Gebiet der Katalyseforschung vereinbart. Bayer Materialscience will über diesen Zeitraum insgesamt 6,05 Millionen Euro in das Forschungszentrum investieren, Bayer Technology Services beteiligt sich zusätzlich mit 1,25 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen und die RWTH Aachen haben insgesamt weitere 2,7 Millionen Euro zur Finanzierung der Infrastruktur beigesteuert.

„Mit innovativen Ideen können zum einen selbst jahrzehntealte Verfahren deutlich wirtschaftlicher gestaltet werden. Zum anderen ermöglichen sie die Entwicklung neuer Prozesse“, freut sich Dr. Helmut Mothes, Leiter Process Technology bei Bayer Technology Services. In direkter Nachbarschaft zum Institut für Technische und Makromolekulare Chemie (ITMC) der RWTH, dessen Geschäftsführer ebenfalls Professor Leitner ist, stellt die Hochschule die notwendigen Laborräume auf einer Fläche von insgesamt rund 400 Quadratmetern am Standort Seffent/Melaten zur Verfügung. Der Labortrakt wurde mit Unterstützung des Landes NRW und der RWTH umfassend modernisiert und gemeinsam mit Bayer Materialscience ausgestattet. In dem neuen Katalysezentrum werden bis zu 16 junge Forscher in enger Kooperation mit Experten von Bayer Materialscience und Bayer Technology Services Grundlagenwissen auf dem Gebiet der Katalyse erarbeiten.

Neben den Einrichtungen des Forschungszentrums selbst werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die gesamte Infrastruktur der Hochschule nutzen können. Dies fördert den wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch und gewährleistet zugleich die Integration des Zentrums und seiner Beschäftigten in die Hochschule.

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