Kohlenstoff-Nanoröhrchen Bayer baut Einsatzmöglichkeiten für Kohlenstoff-Nanoröhrchen aus
Wieder hat ein Unternehmen die Vorteile der Kohlenstoff-Nanoröhren für seine Produktentwicklung entdeckt. Und so kann sich Bayer MaterialScience über einen weiteren Liefer- und Kooperationsvertrag für seine Baytubes freuen.
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Leverkusen, Hirtenberg/Österreich – Die mehrwandigen Kohlenstoff-Nanoröhrchen Baytubes von Bayer MaterialScience sollen nun auch helfen, das Risiko von Explosionen in Treibstofftanks zu reduzieren. Das Unternehmen hat dazu mit der österreichischen Firma Hirtenberger Prosafe Safety Technology (HPST) einen exklusiven Kooperations- und Liefervertrag für die Kohlenstoff-Nanoröhrchen mit weltweiter Gültigkeit geschlossen. HPST wird das Produkt für die Herstellung von Spezialkugeln verwenden, die explosionsfähige Gasgemische in Treibstofftanks verhindern. Unter der Bezeichnung Safeball sollen sie in Kürze in den weltweiten Handel kommen. Die Kugeln bieten laut Entwickler Vorteile gegenüber der Verwendung von Streckmetallnetzen oder Kunststoffschäumen. Dank ihnen werden im Rahmen der so genannten Tankatmung wesentlich weniger Kohlenwasserstoffe an die Umgebung abgegeben. Sie ermöglichen zudem einen guten Durchfluss des Treibstoffs und verhindern zugleich den gefürchteten Schwalleffekt. Möglich wird dies nicht zuletzt durch die speziellen Eigenschaften der Nanoröhrchen: Sie sind elektrisch leitfähig und leicht und haben zudem eine hohe mechanische Festigkeit. „Ohne die Eigenschaften der Carbon Nanotubes von Bayer MaterialScience wäre eine rasche Realisierung unserer Technologie nicht möglich gewesen“, so HPST CEO und Safeball Erfinder Thomas Stelzl anlässlich der Vertragsunterzeichnung.
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