500 Millionen Invest BASF will mit Tropfenpolymerisation das Superabsorbergeschäft umkrempeln

Redakteur: Dominik Stephan

Der weltgrößte Chemiekonzern will innerhalb der nächsten Jahre eine halbe Milliarde Euro in die Superabsorber-Fertigung investieren: Mit dieser Summe will die BASF bestehende Fabriken für die sogenannte Tropfenpolymerisation fit machen.

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BASF Verbundstandort Antwerpen, der zweitgrößte Standort des Chemieriesen. Zunächst sollen europäische Produktionsstraßen mit der neuen Polymerisationstechnologie ausgestattet werden.
BASF Verbundstandort Antwerpen, der zweitgrößte Standort des Chemieriesen. Zunächst sollen europäische Produktionsstraßen mit der neuen Polymerisationstechnologie ausgestattet werden.
(Bild: BASF SE)

Ludwigshafen – BASF-Forscher haben in den vergangenen zehn Jahren intensiv an der industriellen Nutzung dieser Polymerisationstechnologie für industrielle Prozesse gearbeitet. Jetzt soll als erstes Produkt eine neue Superabsorber-Generation (unter dem Namen Saviva) auf den Markt kommen. Diese soll, durch ihre runden, mit Mikroporen versehenen Partikel, eine bessere Flüssigkeitsverteilung ermöglichen.

„Um die Zeit bis zur Marktverfügbarkeit so kurz wie möglich zu halten, wird BASF bestehende Produktionsstätten erweitern und modifizieren“, erklärte Michael Heinz, Vorstandsmitglied der BASF. Bestehende Anlagen werden in der Zukunft in der Lage sein, sowohl Saviva als auch das derzeitige Produkt herzustellen.

Als erstes werden bestehende Anlagen in Europa umgerüstet, zeitnah gefolgt von Produktionsstätten in Asien und Amerika. Dies unterstreicht den Geschäftsansatz der BASF, Investitionen in der Nähe ihrer Kunden vorzunehmen und ein globales Produktionsnetzwerk für eine weltweit zuverlässige Warenversorgung bereitzustellen.

Superabsorber sind Polymere, die in Bezug auf ihr Volumen eine extrem große Menge an Flüssigkeit absorbieren und speichern können. Sie werden als Hauptbestandteil von Babywindeln, Inkontinenzprodukten und Produkten für Damenhygiene verwendet. Die BASF verfügt derzeit über Produktionskapazität von 590.000 Tonnen Superabsorbern pro Jahr, was sie zu einem der führender Hersteller dieser Polymere macht.

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