Katalysatorenproduktion BASF will größte Produktionsanlage für Katalysatoren in Europa bauen

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF will seine Produktionskapazität für Katalysatoren mit einer Anlage in Polen ausbauen. Die Produktion im niedersächsischen Nienburg wird ebenfalls erweitert.

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Die BASF will eine Großanlage zur Katalysatorproduktion für die Automobilindustrie in Środa Śląska, Polen, bauen.Katalysatoren im Test: Die Lebensdauer eines Dreiwegekatalysators wird unter Dauerbeanspruchung getestet. Aufgrund der hohen Temperaturen von über 1000° C erreichen sie innerhalb von 50 bis 100 Teststunden eine vergleichsweise Laufleistung von rund 190.000 Kilometern.
Die BASF will eine Großanlage zur Katalysatorproduktion für die Automobilindustrie in Środa Śląska, Polen, bauen.Katalysatoren im Test: Die Lebensdauer eines Dreiwegekatalysators wird unter Dauerbeanspruchung getestet. Aufgrund der hohen Temperaturen von über 1000° C erreichen sie innerhalb von 50 bis 100 Teststunden eine vergleichsweise Laufleistung von rund 190.000 Kilometern.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen – Die BASF will zunächst 90 Millionen Euro in den Bau einer Produktionsanlage für Automobil-Abgaskatalysatoren in Sroda Slaska, einer Sonderwirtschaftszone in der Nähe von Breslau, Polen, investieren. Der Bau der 40.000 m2 großen Anlage – der größten Katalysatorenproduktion der BASF in Europa – startet noch in diesem Jahr.

Die Anlage soll den Betrieb im ersten Quartal 2014 aufnehmen. Bis zur Inbetriebnahme aller zehn geplanten Produktionslinien im Jahr 2016 wird sich das Investitionsvolumen auf 150 Millionen Euro erhöhen. Dadurch werden an dem neuen Standort voraussichtlich mehr als 400 neue Arbeitsplätze entstehen.

Strengere Abgasnormen für Kfz

„Strengere Abgasvorschriften für Kraftfahrzeuge wie die geplanten Abgasnormen Euro 6 und Euro VI führen zu einer steigenden Nachfrage nach modernen Abgasbehandlungskatalysatoren in Europa. Mit einer doppelt so hohen Produktionskapazität wie heute können wir auch künftig den Bedürfnissen unserer Kunden gerecht werden“, sagt Rui Goerck, Senior Vice President Mobile Emissions Catalysts bei BASF.

In der neuen Anlage in Polen werden technologisch moderne Abgasbehandlungssysteme wie beispielsweise Katalysatoren für selektive katalytische Reduktion (SCR) und Partikelfilter für Dieselfahrzeuge hergestellt. Als Teil der Anlage sind auch ein regionales Labor sowie eine Fertigung von ozonabbauenden Katalysatoren der BASF-Marke Premair für Anwendungen in Fahrzeugen vorgesehen.

Erweiterung der Produktion in Nienburg

„Mit seiner zentralen Lage in Europa und einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung ist Polen ein attraktiver Standort für die BASF. Die Investition in die neue Produktionsanlage stärkt unsere Position auf dem polnischen Markt als Anbieter innovativer Lösungen“, sagt Dr. Joachim Meyer, Leiter des BASF Business Centers Europe Central.

Parallel zu dem Bau der Produktionsanlage in Polen wird die bestehende Abgaskatalysatorenproduktion in Nienburg, Niedersachsen, derzeit erweitert und modernisiert. „Die neue Anlage ist eine sinnvolle Ergänzung unseres Produktionsstandortes in Nienburg und erhöht die geografische Diversifikation unserer Produktion in Europa. Die Kombination der zwei Produktionsstätten für Katalysatoren in dieser Region hilft uns auch künftig, unsere Produktionsmodelle zu optimieren, die Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen und unsere Wachstumsziele zu erreichen“, sagt Xavier Susterac, Vice President, Mobile Emissions Catalysts Europa.

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