Trennmittel aus nachwachsenden Rohstoffen BASF-Trennmittelanlage nimmt den Betrieb auf

Redakteur: Manja Wühr

Die meisten mineralölbasierten Trennmittel müssen seit dem 1. Juni 2015 mit dem Hinweis „Aspirationsgefahr“ gekennzeichnet werden. Neue Trennmittel aus nativen Rohstoffen bieten hierzu eine Alternative. BASF hat nun eine Produktion für genau diese Trennmittel in Betrieb genommen.

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BASF hat in Staßfurt eine Trennmittelanlage in Betrieb genommen. Hier werden Trennmittel auf Basis nachwachsender Rohstoffe sowie Emulsionen aus nachwachsenden und nicht-nachwachsenden Rohstoffen produziert.
BASF hat in Staßfurt eine Trennmittelanlage in Betrieb genommen. Hier werden Trennmittel auf Basis nachwachsender Rohstoffe sowie Emulsionen aus nachwachsenden und nicht-nachwachsenden Rohstoffen produziert.
(Bild: BASF)

Staßfurt – „Wir haben den wachsenden Bedarf an Alternativen zu mineralölbasierten Trennmitteln früh erkannt und unsere Forschung darauf ausgerichtet“, erklärt Philipp Kley, Senior Vice President Construction Chemicals Europe bei BASF. Nun konnte der Chemiekonzern in Straßfurt eine Produktion für Trennmittel auf Basis nachwachsender Rohstoffe sowie Emulsionen aus nachwachsenden und nicht-nachwachsenden Rohstoffen den Betrieb aufnehmen. Die Produktionsanlage lief bis Juli 2015 im Probebetrieb, nach positiver Probephase läuft sie im regulären Produktionsbetrieb.

„So können wir unseren Kunden zum richtigen Zeitpunkt die Innovation anbieten, die eine Lücke auf dem Markt schließt und ihnen zu einem Wettbewerbsvorteil verhelfen kann“, ist Kley überzeugt. Mit Trennmitteln lässt sich Beton leichter aus der Schalung, also der Form, lösen. Gleichzeitig sorgen sie für eine verbesserte Betonoberfläche von Fertigteilen und vor Ort eingebautem Beton.

Kennzeichnungsfreie Trennmittel

Viele mineralölbasierte Trennmittel müssen seit dem 1. Juni 2015 mit dem Hinweis „Aspirationsgefahr“ gekennzeichnet werden. Das geht auf die neue Kennzeichnungspflicht des GHS (Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals/ Global harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien) zurück, die nun auch für chemische Gemische und damit auch für Betontrennmittel gilt. Die neuen, auf nachwachsenden Rohstoffen basierenden Trennmittel von BASF bleiben weiterhin kennzeichnungsfrei.

„Mit dieser Investition stärken wir den Standort Staßfurt“, erklärt Jan Klügge, Marketing-Leiter Ready Mix Europa. “Staßfurt ist unser europaweites Produktionszentrum für die Trennmittel im Master- Builders-Solutions-Portfolio. Von hier aus werden auch die anderen europäischen Standorte beliefert, was eine sinnvolle Portfolio-Ergänzung an allen BASF-Standorten ermöglicht.“ Zudem soll mit der Investition das Trennmittelgeschäft auf dem europäischen Markt gestärkt und eine führende Position werden, so Kley.

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