Erste kommerzielle Mengen hergestellt BASF produziert Butandiol aus nachwachsenden Rohstoffen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Die BASF hat erste kommerzielle Mengen von 1,4-Butandiol (BDO) aus nachwachsenden Rohstoffen produziert. Die Herstellungsweise beruht auf einem patentierten Verfahren des amerikanischen Unternehmens Genomatica. Die Qualität des so produzierten BDO ist mit der von petrochemisch-basiertem BDO vergleichbar.

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Produktionsmitarbeiter Thorsten Karl von BASF überprüft eine mit BDO gefüllte Chemikalienflasche.
Produktionsmitarbeiter Thorsten Karl von BASF überprüft eine mit BDO gefüllte Chemikalienflasche.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen – Für den Fermentationsprozess von 1,4-Butandiol nutzt BASF den nachwachsenden Rohstoff Dextrose. BDO und seine Folgeprodukte dienen zur Herstellung von Kunststoffen, Lösemitteln, Elektronik-Chemikalien und elastischen Fasern, die in der Verpackungs-, Automobil-, Textil- sowie Sport- und Freizeitindustrie Verwendung finden.

Die Ausgangsstoffe für die Herstellung von herkömmlichem BDO sind Erdgas, Butan, Butadien und Propylen. BASF produziert BDO und BDO-Äquivalente zurzeit an den Standorten in Ludwigshafen, Geismar in den USA, Chiba in Japan, Kuantan in Malaysia und Caojing in China. Im Juli kündigte das Unternehmen an, dass sie in den nächsten zwei Jahren ihre globalen Produktionskapazitäten für BDO auf 650 000 Jahrestonnen und für Polytetrahydrofuran auf 350 000 Jahrestonnen erweitern wird.

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