Standort-Bekenntnis Ausbildungsbilanz 2024: Chemie-Industrie setzt neuen Rekord

Quelle: Bundesarbeitgeberverband Chemie 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die chemisch-pharmazeutische Industrie trotzt der wirtschaftlichen Unsicherheit und setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft: Mit über 10.000 angebotenen Ausbildungsplätzen erreicht die Branche einen neuen Rekord. Gleichzeitig bleiben die Übernahmequoten auf hohem Niveau.

Die chemisch-pharmazeutische Industrie erreichte 2024 mit 10.088 Ausbildungsplätzen einen neuen Rekord.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die chemisch-pharmazeutische Industrie erreichte 2024 mit 10.088 Ausbildungsplätzen einen neuen Rekord.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Trotz des kritischen wirtschaftlichen Umfeldes für die Branche haben die Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen Industrie mit 10.088 neu angebotenen Ausbildungsplätzen den Rekordwert des letzten Jahres nochmals übertroffen (Vorjahr: 9896 Plätze). Zugleich sank der Anteil nicht besetzter Ausbildungsplätze trotz gestiegenem Ausbildungsangebot und Bewerberknappheit am Ausbildungsmarkt auf 10,3 % (nach 11,8 % im Vorjahr).

„Die Chemie- und Pharmabranche ist eine Schlüsselindustrie für die Transformation. Unsere Lösungen sorgen für mehr Innovation und Nachhaltigkeit. Um dieses Potenzial zu entfalten, brauchen wir genügend qualifizierten Nachwuchs. Deshalb setzen wir uns kontinuierlich für ein attraktives Ausbildungsangebot mit zukunftsorientierten Berufen und guten Rahmenbedingungen ein“, betont BAVC-Hauptgeschäftsführer Mathias Schöttke. Der aktuelle Ausbildungsrekord sei auch ein Vertrauensvorschuss in die wirtschaftliche Entwicklung des Standorts Deutschland und ein besonderer Ausdruck demografischer Vorsorge. Zum Teil haben auch einmalige Nachholeffekte aus den Corona-Jahren zu dem Rekordergebnis beigetragen. Über die gesamte Laufzeit des Tarifvertrages seit 2003 sind im Schnitt etwa 9200 Ausbildungsplätze pro Jahr angeboten worden.

„Gemeinsam mit der Politik müssen wir dafür sorgen, dass aus dem Umbruch ein Aufbruch wird. Dazu braucht es einen Kurswechsel für einen starken Industriestandort Deutschland. Um den Fachkräften von morgen langfristig Perspektiven zu bieten, muss eine neue Regierung für die Entlastung von Betrieben bei Bürokratie und Sozialabgaben sorgen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern“, so Schöttke. „Eine Modernisierung des deutschen Bildungssystems ist überfällig: Gerade die Berufsschulen benötigen massive Investitionen in Infrastruktur, Fachpersonal und Qualifizierung, um mit der Entwicklung in den Ausbildungsbetrieben Schritt zu halten.“

Übernahmequote weiter auf hohem Niveau

Trotz der unsicheren wirtschaftlichen Lage bleibt die Übernahmequote in der chemisch-pharmazeutischen Industrie mit 92 % (Vorjahr: 94 %) weiterhin auf einem Top-Niveau. Zudem ist der Anteil unbefristeter Übernahmen unmittelbar nach der Ausbildung mit 62,2 % konstant geblieben (2023: 62,6 %). Eine zentrale Herausforderung für die Betriebe ist und bleibt es, für die angebotenen Ausbildungsstellen passende Bewerberinnen und Bewerber zu finden. Besonders bei Berufen aus der Produktion, der Instandhaltung sowie der Logistik und IT zeigt sich eine gesteigerte Nachfrage. Die Unternehmen haben deshalb ihre Investitionen in das Ausbildungsmarketing und Recruiting in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. In Berufen wie dem Chemikant/-in, Pharmakant/-in, Elektroniker/-in, Industrie- und Anlagenmechaniker/-in oder Fachkraft für Lagerlogistik haben Bewerberinnen und Bewerber besonders gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

(ID:50266927)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung