Pharma-Daten Deutschland 2023 Zahlen und Fakten zum Arzneimittelmarkt 2023

Quelle: Pharma Deutschland 2 min Lesedauer

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Der deutsche Arzneimittelmarkt zeigte 2023 einem Bericht von Pharma Deutschland erneut seine zentrale Rolle für die Gesundheitsversorgung und die Wirtschaft. Trotz dieser Erfolge stehen der Pharmastandort Deutschland und seine Wettbewerbsfähigkeit unter wachsendem Druck.

Ein aktueller Bericht von Pharma Deutschland hebt den Beitrag der Branche zur Volkswirtschaft hervor. (Bild:  frei lizenziert / KI-generiert /  Pixabay)
Ein aktueller Bericht von Pharma Deutschland hebt den Beitrag der Branche zur Volkswirtschaft hervor.
(Bild: frei lizenziert / KI-generiert / Pixabay)

Pharma Deutschland, der nach eigenen Angaben größte Branchenverband der Pharmaindustrie, hat seinen aktuellen Bericht „Der Arzneimittelmarkt – Pharma Daten Deutschland 2023“ veröffentlicht. Die jährliche Analyse gibt einen umfassenden Überblick über die Entwicklung des Marktes, inklusive Umsatz-, Beschäftigungs- und Verbraucherdaten sowie Informationen zu Einsparungen im Gesundheitssystem. Die Ergebnisse sieht der Verband als Bestätigung für die Bedeutung der Branche für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung und den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Jörg Wieczorek, Vorstandsvorsitzender von Pharma Deutschland, betont: „Die Pharmaindustrie hat 2023 erneut ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Mit einem Gesamtumsatz von 73 Milliarden Euro und 1,6 Milliarden abgegebenen Packungseinheiten allein im Apothekenmarkt sichern wir nicht nur die Versorgung der Patienten, sondern leisten auch einen erheblichen Beitrag zur deutschen Wirtschaftsleistung.“

Die Gesundheitswirtschaft trägt dem Bericht zufolge 11,5 % zum nationalen BIP bei. Davon entfallen 95 Milliarden Euro auf die industrielle Gesundheitswirtschaft, zu der die Pharmaindustrie gehört. Als deutliches Zeichen für die Dynamik und Attraktivität der Branche deutet der Verband den Anstieg der Beschäftigtenzahlen um 7,4 % auf 132.660 Personen.

Dem Verband zufolge leistet die Pharmaindustrie einen erheblichen Beitrag zur Kostendämpfung im Gesundheitssystem. Durch Erstattungsbeträge, Herstellerabschläge und Rabattverträge der Hersteller sowie durch Apothekenabschlag und Zuzahlungen sei die gesetzliche Krankenversicherung um 30 % entlastet worden. „Diese Zahlen verdeutlichen das Spannungsfeld, in dem wir uns bewegen“, erklärt Wieczorek. „Einerseits investieren wir in die Arzneimittelversorgung und in Innovationen, bieten in schwierigen Zeiten attraktive Arbeitsplätze und tragen zur Wirtschaftsleistung bei. Andererseits entlasten wir GKV, PKV und das Gesundheitswesen insgesamt erheblich.“ Denn: Der Anteil der Arzneimittel an den Gesamtausgaben in der GKV liegt seit Jahren unter 17 %, der Herstelleranteil bei nur 11 %. „Diese Balance zu halten, wird eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre sein“, so Wieczorek weiter.

Auch das Verbraucherverhalten ist Thema der Analyse von Pharma Deutschland: So entfielen im Selbstmedikationsmarkt 87 % des Umsatzes mit rezeptfreien Produkten auf Apotheken, was deren zentrale Rolle im System unterstreicht. Zudem wurden 42,4 Millionen Grüne Rezepte ausgestellt (Vorjahr: 40,8 Millionen Verordnungen).

Die Publikation verdeutlicht aber auch die Herausforderungen des Pharmastandorts Deutschland. So zeigt der Rückgang der Bruttowertschöpfung im vergangenen Jahr, dass die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts unter Druck steht. „Wir brauchen eine zukunftsorientierte Politik, die Versorgung mit Arzneimitteln langfristig sichert und Innovationen fördert. Arzneimittel dürfen wir nicht als Kostenfaktor betrachten, sondern als wirksames Instrument, das langfristig Krankheitslast und -kosten spart“, betont Wieczorek abschließend. „Fest steht: Die Zahlen und Fakten in unserer Broschüre erzählen die Geschichte einer Branche, die maßgeblich zur Gesundheit und zum Wohlstand in Deutschland beiträgt.“

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