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Feldgeräte-Integration

Anwender fordern neutrale Systemschnittstelle zur Integration von FDI-Packages im Leitsystem

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Integration ohne Wenn und Aber

Die Anwender fordern, dass eine von der FDI-Corporation erarbeitete standardisierte Systemschnittstelle (Host Components) zur Integration der FDI-Packages im Leitsystem implementiert wird. Hier gibt es unterschiedliche Wege, etwa durch den Einsatz der FDI-Schnittstelle, aber auch eine eigene Entwicklung ist denkbar oder quasi ein Nachbau der Schnittstelle. Für Emerson ist die Angelegenheit eindeutig: „Unser Versprechen gilt: Emerson hat sich zur Offenheit bekannt und dies gilt auch für die Entwicklung der Host Components. Wir werden daher die FDI-Schnittstelle verwenden“, stellt Jäger klar.

Honeywell plant die Unterstützung dieser Schnittstelle im Rahmen einer Produkterweiterung. „Allerdings wird das erst dann erfolgen, wenn die Standardisierung abgeschlossen ist und die entsprechenden Werkzeuge und Methoden sich als stabil genug erweisen. Zusätzlich sollten die FDI-Dateien der Geräte registriert und zugänglich sein“, so Yingst.

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ABB wird die von der FDI Cooperation zur Verfügung gestellten Standard Host Software-Komponenten bei der Implementierung der FDI-Schnittstelle verwenden. „Nur durch die Verwendung derselben Host-Komponenten im Leitsystem und in den Zertifizierungswerkzeugen der Feldbusorganisationen lässt sich eine Interoperabilität ohne Wenn und Aber und damit die von den Anwendern gewünschte Unabhängigkeit zwischen Gerätetreibern und Automatisierungssystemen bzw. Gerätemanagementwerkzeugen erreichen“, ist sich Bollmeyer sicher.

Siemens arbeitet nicht nur aktiv an den Spezifikationen des FDI-Konsortiums mit, sondern engagiert sich auch an der Entwicklung der Host Components. „Parallel dazu haben wir die Entwicklung unseres Geräte-Management-Systems konsequent an den jeweils verfügbaren FDI-Spezifikationen ausgerichtet“, berichtet Kumpfmüller. „Selbstverständlich wird unser Geräte-Management-System weiterhin die hohe Anzahl installierter Feldgeräte unterstützen, um sowohl unseren Kunden einen möglichst aufwandsarmen Ein- und Umstieg auf die FDI-Technologie zu ermöglichen, als auch deren Investitionen zu schützen. Durch die Zertifizierung unseres Geräte-Management-Systems als FDI Host wird die Integration aller FDI-konformen Device Packages sichergestellt sein.“

Etwas vorsichtiger agiert Invensys: „Wir sind ein aufmerksamer Beobachter von Trends am Markt und reagieren entsprechend auf aktuelle Strömungen. Als weltweit aufgestelltes Unternehmen gilt unser Interesse aber auch dem Maß, in dem sich Standards über Landesgrenzen hinaus durchsetzen“, merkt Sieling an. Bisher hat Invensys Standards, die sich international etabliert haben, in generische Host-Anwendungen implementiert. „In welcher Form die FDI-Technologie in unsere Produkte implementiert wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest“, so die Aussage von Sieling.

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