Grüne Chemie: Bio-basierte Polymere auf dem Vormarsch

Angriff auf den 51-Milliarden-Dollar-Markt: Neuentwicklungen zur „Grünen Chemie“

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Auch beim Thema Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen ist das Potenzial gewaltig: So schränken immer mehr Länder die Nutzung von Plastiktüten wie den beliebten Einwegtragetaschen aus Polyethylen aus Umweltschutzgründen ein – doch machen Sie meist Ausnahmen für Tragetaschen aus Biokunststoffen. Dabei handelt es sich um Kunststoffe, die entweder aus nachwachsenden Rohstoffen (z.B. Maisstärke) hergestellt werden oder zumindest biologisch abbaubar sind.

Die Bedeutung und öffentliche Wahrnehmung dieses „grünen Plastiks“ ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, meinen die Branchenexperten von Ceresana. Im Frühjahr 2017 hat sich die EU-Kommission noch einmal explizit positiv zum Einsatz von Biokunststoffen im Bereich von Verpackungen oder auch Tragetaschen geäußert.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Wo sind die Stolpersteine?

Doch auch wenn sich der Markt in den vergangenen Jahren sehr dynamisch entwickelt hat, seien Biokunststoffe allein jedoch nicht die ultimative und ökologisch einwandfreie Lösung, die lange propagiert wurde, so die Analysten. Beispielsweise verläuft die Kompostierung von Biokunststoffen in den gängigen Anlagen noch immer nicht reibungslos.

Auf ein ganz anderes Anwendungsgebiet für Biokunststoffe zielt die Zusammenarbeit von Akzo Nobel Specialty Chemicals mit den italienischen Polymer-Experten Itaconicx: Gemeinsam wollen die Firmen bio-basierte Polymere entwickeln, die Akzos Expertise in Sachen Kunststoffadditive mit Bio-Polymeren der Italiener kombinieren.

„Wir freuen uns, die ersten Vereinbarungen zur Entwicklung dieser Polymere für den Markt bekannt geben zu können“, erklärte Akzo Nobel Specialty Chemicals RD&I-Direktor Peter Nieuwenhuizen auf dem Bio World Kongress in Montreal, Kanada.
„Wir freuen uns, die ersten Vereinbarungen zur Entwicklung dieser Polymere für den Markt bekannt geben zu können“, erklärte Akzo Nobel Specialty Chemicals RD&I-Direktor Peter Nieuwenhuizen auf dem Bio World Kongress in Montreal, Kanada.
(Bild: Akzo Nobel)

Mehr als nur Beschichtungen

Als besonders vielversprechende Anwendungsfelder gelten Beschichtungen und Bauchemikalien, erklärten die beiden Partner. Itaconicx entwickelt Bio-Polymere auf Basis von Itaconsäure, einer organischen Dicarbonsäure, die bei der Destillation von Zitronensäure entsteht.

„Wir freuen uns, die ersten Vereinbarungen zur Entwicklung dieser Polymere für den Markt bekannt geben zu können“, erklärte Akzo Nobel Specialty Chemicals RD&I-Direktor Peter Nieuwenhuizen auf dem Bio World Kongress in Montreal, Kanada. „Bio-basierte Polymere haben neben der Nutzung für Beschichtungen und Bauchemikalien ein großes Potenzial in anderen Industriebereichen, wie der Wasseraufbereitung, Reinigungsmitteln oder Hygiene-Produkten.“

(ID:44815366)