Analytica 2024 Analytica startet diese Woche in München: Treffpunkt der Labor-Community

Von Dipl.-Chem. Marc Platthaus 4 min Lesedauer

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Alle zwei Jahre füllt sich das Messegelände in München mit Besuchern aus den Laboren rund um den Globus, denn die Analytica öffnet vom 9. bis 12. April wieder ihre Tore. In diesem Jahr geht es sowohl auf der Ausstellung wie auch in den Foren und der Konferenz um die beiden Trendthemen Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Im Jahr 2022 besuchten die Analytica mehr als 26.000 Interessierte die Messe und Konferenz.(Bild:  Messe München GmbH)
Im Jahr 2022 besuchten die Analytica mehr als 26.000 Interessierte die Messe und Konferenz.
(Bild: Messe München GmbH)

Nachdem die Analytica 2022 ein gelungener Neustart war, zeigt sich die Analytica 2024 im Hinblick auf die Ausstellerzahl schon fast wieder auf Vor-Corona-Niveau. Und auch thematisch bietet die diesjährige Veranstaltung alles, was die Analytica in den vergangenen Jahrzehnten zur Leitmesse für die Branche gemacht hat: eine umfangreiche Ausstellung mit vielen namhaften Unternehmen, zahlreiche Foren und Sonderschauen zu Trendthemen und eine Analytica Conference, die wieder Forscher aus aller Welt anlockt. Dabei präsentieren die Aussteller in diesem Jahr die komplette Palette der Labor- und Analysentechnik, den Life Sciences und der Biotechnologie. Die Themen reichen von der Materialanalytik über moderne Lebensmittel bis zu wegweisenden Verfahren für neue Medikamente. Die beiden Trendthemen der Analytica 2024 sind Digitalisierung/Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit. Sie werden an mehreren Stellen der Ausstellung, Foren und Sonderschauen sowie der Analytica Conference behandelt.

Nachhaltigkeit im Labor

Auf der diesjährigen Analytica wird es viel um Ressourceneinsparung gehen, denn nachhaltigere Methoden im Labor haben viele Facetten. Sie sind entscheidend für Umweltschutz und Ressourcenschonung. Durch effiziente Abfalltrennung, Energierückgewinnung und den Einsatz umweltfreundlicher Materialien kann der ökologische Fußabdruck von Laboratorien reduziert werden. Doch nicht nur direkt im Labor wird die Nachhaltigkeit immer wichtiger. Ohne Forschung und Entwicklung gibt es keine nachhaltigeren Produkte. Dies zeigt, wie entscheidend Labor- und Analysentechnik für dieses Feld sind. Speziell am Mittwoch, 10. April widmet sich das Forum Laboratory & Analysis und auch die Analytica Conference dem Thema Nachhaltigkeit.

Digitalisierung: die nächsten Schritte

Die Analytica 2024 widmet sich dem Megatrend Digitalisierung in zahlreichen Facetten. 13 Unternehmen zeigen in der Sonderschau Digital Transformation ihre Konzepte und smarten Instrumente für das Labor von morgen. Fünf Hands-on-Stationen machen einen digitalen Workflow für Besucher erlebbar. Die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz zieht sich zudem als roter Faden durch das Vortragsprogramm der Analytica Conference und auch der Foren Laboratory & Analysis, Biotech und Digital Transformation, wo Unternehmen ihre Lösungen zur Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz zeigen.

So viel investiert die chemisch-pharmazeutische Industrie in Umweltschutz:

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Lebensmittelanalytik und saubere Umwelt

Nahrungsmittelskandale, Food Fraud, die Folgen des Klimawandels – dank Lebensmittelanalytik können Inhaltsstoffe genau untersucht und Missstände aufgedeckt werden. Die Liste der Substanzen ist extrem lang. Dies reicht von Pestiziden über Schwermetalle bis zu Krankheitserregern. Doch auch der Trend zu fleischloser Ernährung wäre ohne die Analytik nicht denkbar. So ist das Mundgefühl vegetarischer Austauschprodukte oftmals das Ergebnis langer Versuchsreihen im Labor.

Um ein effektives Risikomanagement von Chemikalien in der Umwelt zu betreiben, ist die Umweltanalytik zu einer unverzichtbaren Disziplin geworden. Neben der bekannten Mikroplastik-Problematik geht es auch um Lösungen für bromierte und fluorierte Verbindungen, die aus Flammschutzmitteln und Recyclingprozessen in die Umwelt diffundieren, oder um den Nachweis von polyfluorierten Alkylsubstanzen, der PFAS-Analytik.

Und nicht zuletzt geht es auch um die Biotechnologie, die mit ihren Innovationen die diagnostische, klinische und medizinische Chemie entscheidend voranbringt.

Umfangreiches Konferenzprogramm

Die Analytica Conference ist seit vielen Jahren fester Bestandteil der Leitmesse für Labor- und Analysentechnik. Das Programm reicht von der Omics-Forschung über Kopplungstechniken bis zu Biosensoren – wie in den Vorjahren ist es organisiert von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) und der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL). In der begleitenden Posterausstellung präsentieren junge Wissenschaftler die Ergebnisse ihrer Forschung und innovative Anwendungen.

Zeitgleich: Ceramitec und Analytica

Doch das Münchner Messegelände ist in der Zeit vom 9. bis 12. April nicht nur Treffpunkt für die Labor- Community. Die Analytica findet wieder zeitgleich mit der Ceramitec, der Fachmesse für die Keramikindustrie, statt. Dadurch profitieren die Besucher von Synergie­effekten. So benötigt die Keramikindustrie etwa Analysegeräte, um neue Werkstoffe zu erforschen, während intelligente Lösungen aus der Automation für die fortschreitende Digitalisierung im Labor gebraucht werden. Auch im Rahmenprogramm der beiden Messen finden Vorträge und Diskussionsrunden statt, von denen beide Seiten profitieren. Alle Besuchertickets der Analytica berechtigen zum Eintritt bei der parallel stattfindenden Ceramitec.

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Analytica auf einen Blick
  • Datum: Dienstag, 9. April bis Freitag, 12. April 2024 (Ausstellung); Dienstag, 9. April bis Donnerstag, 11. April 2024 (Analytica Conference)
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag 9 bis 18 Uhr; Freitag 9 bis 16 Uhr
  • Eintrittspreise: Tagesticket 71 Euro (Onlineregistrierung: 54 Euro); Zwei-Tage-Ticket 104 Euro (Onlineregistrierung: 85 Euro); Vier-Tage-Ticket 138 Euro (Onlineregistrierung: 113 Euro); Tickets enthalten den Eintritt für die Analytica Conference
  • Veranstaltungsort: Messegeländer der Messe München, Haupteingang Messegelände West
  • Hallen: A1/A2 – Analytik und Qualitätskontrolle; A3 – Biotechnologie, Life Sciences, Bioanalytik und Diagnostik; B1/B2 – Labortechnik; ICM – Analytica Conference

Dieser Beitrag erschien bei unserer Schwestermarke LABORPRAXIS

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