Monochloressigsäure Allianz zwischen CABB und indischem Monochloressigsäure-Hersteller

Redakteur: Marion Wiesmann

CABB plant die Übernahme des Monochloressigsäure-Geschäfts des indischen Herstellers Karnavati Rasayan und will die Produktionskapazitäten in Indien aufstocken.

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Sulzbach – CABB mit Sitz in Sulzbach hat mit der indischen Karnavati Rasayan eine Vereinbarung zur Übernahme der Hauptanteile des Unternehmens abgeschlossen. Karnavati ist einer der asiatischen Marktführer in Bezug auf Herstellung und Verkauf von Monochloressigsäure (MCAA) und Natriummonochloracetat (SMCA).

CABB produziert neben Monochloressigsäure eine Reihe von Zwischenprodukten für die PVC-, die Pharma-, die Kosmetik- und die Agroindustrie und betreibt zwei Produktionsstandorte in Deutschland (Gersthofen und Knapsack) sowie einen Standort in Pratteln/Schweiz. Hinter CABB steht seit Januar 2007 die Private Equity Gesellschaft AXA.

Das 200 Mitarbeiter beschäftigende Unternehmen Karnavati Rasayan betreibt zwei Produktionsstandorte in der indischen Region Ahmedabad und produziert fast 15 000 Tonnen MCAA und SMCA.

Kapazitätserweiterung geplant

„Nach der Übernahme der schweizerischen SF-Chem Ende 2007 ist mit Karnavati Rasayan Limited der nächste wichtige Schritt auf unserer strategischen Landkarte getan“, sagte CABB-Geschäftsführer Ruud de Boer zur Übernahmevereinbarung. Mit der Akquisition wolle das Unternehmen seine Präsenz im asiatischen Raum stärken. CABB plant hierzu, die MCAA-Kapazität auf 35 000 Tonnen zu verdoppeln. Daneben soll in Sicherheits- und Qualitätsmaßnahmen investiert werden.

Das Management von Karnavati Rasayan hob dies als Vorzüge der Allianz hervor: „Wir haben in CABB einen Partner gefunden, der neben hochmoderner Technologie über moralische Unternehmenswerte verfügt“, so Kirit Gajera, Managing Director und Gründer von Karnavati Rasayan. Zudem sei die Vision, einen der führenden Anbieter im MCAA-Geschäft zu werden, wahr geworden.

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