Ventile aus dem Drucker Additiv gefertigte Membranventile für die Pharmaindustrie

Quelle: Pressemitteilung KSB 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Sonderformen oder seltene Materialien sind manchmal, gerade aufgrund der aufwändigen Kleinserienproduktion schwierig zu bekommen. Deswegen setzen Hersteller wie Sisto Armaturen vermehrt auf den 3D-Druck, um entsprechende Produkte bei Bedarf zuverlässig fertigen und liefern zu können.

Im 3D-Druckverfahren hergestellte Mehrwege-Membranventilgehäuse für die Pharmaindustrie, vor der Oberflächenbearbeitung(Bild:  KSB)
Im 3D-Druckverfahren hergestellte Mehrwege-Membranventilgehäuse für die Pharmaindustrie, vor der Oberflächenbearbeitung
(Bild: KSB)

Moderne Wirkstoffproduktionsanlagen werden heute so geplant und gebaut, dass sie für verschiedenste Produkte nutzbar sind. Das bedeutet, dass die verbauten Komponenten aus sehr hochwertigen Nickelbasislegierungen, wie zum Beispiel Alloy 2.4605 gefertigt sein müssen. Das gilt auch für häufig in solchen Anlagen verbauten und sehr komplex aufgebauten Mehrwege-Membranventil-Einheiten. Konventionell werden die Ventilkörper aus geschmiedetem Vollmaterial spanabhebend hergestellt. Damit ist der Hersteller auf die Verfügbarkeit passender Schmiedestangen angewiesen, was gerade für Sondermaterial mit langen Lieferzeiten einher gehen kann.

Die KSB-Tochter Sisto geht neue Wege: Als nach eigenen Angaben erster Armaturenhersteller liefern die Luxemburger serienmäßig additiv gefertigte (also mittels 3D-Druck produzierte) Membranventile aus Alloy-Sondermaterial an eines der größten deutschen Pharmaunternehmen liefern. Mit den im Pulverbett-Schmelzverfahren hergestellten Armaturen lassen sich nicht nur kürzere Lieferzeiten realisieren. Es ist auch möglich Geometrieformen mit Hinterschneidungen, wie integrierte Kühlkanäle zu fertigen, die durch Fräsen nicht oder kaum darstellbar sind. Additiv hergestellte Gehäuseteile weisen außerdem eine höhere Werkstoffhomogenität auf. Zusätzlich sind sie bei auf 3D-Druck angepasster Konstruktion deutlich leichter als konventionell gefertigte Komponenten.

Die Eignung der additiv gefertigten Werkstoffe wurde von dem Armaturenhersteller unter Einbeziehung des deutschen TÜV, geprüft und dokumentiert. Die additiv gefertigten Membranventile erfüllen alle für ihren Einsatz erforderlichen Standards. Wie die Anforderungen der europäischen Druckgeräterichtlinie (DGRL) 2014/68/EU. Bei der Herstellung konnten die Sisto-Entwickler auf die mehr als zehnjährige Erfahrung im Bereich des Metall-3D-Drucks der Konzernmutter KSB zurückgreifen.

(ID:48985511)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung