Dechema-Forum Action-Figuren und Mikroreaktoren – was 3D-Druck alles kann

Ein Gastkommentar von Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, Dechema e.V. 1 min Lesedauer

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Der 3D-Druck gehört mittlerweile zum Alltag – sogar im ein oder anderen Privathaushalt steht mitterweile ein 3D-Drucker. In Industrie und Entwicklung ist das Potential noch lange nicht ausgereizt. Wie Verfahrenstechnik; Medizin und sogar Katalysatorforschung davon profitieren.

Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, DECHEMA e.V.(Bild:  Dechema)
Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, DECHEMA e.V.
(Bild: Dechema)

Dass wir unsere persönliche Action-Figur im 3D-Drucker herstellen können, ist spätestens seit Staffel 6 von „The Big Bang Theory“ allgemein bekannt. Auch in Chemie und Verfahrenstechnik hat die additive Fertigung längst Einzug gehalten. Nach dem großen Hype vor einiger Zeit war es zwar vergleichsweise still geworden; doch das erste Fachforum „Chemie und Verfahrenstechnik“ im Rahmen der Rapidtech.3D hat gezeigt, dass das Drucken von Ersatzteilen oder speziellen Komponenten längst zum Alltag gehört. Große Unternehmen wie BASF oder Evonik entwickeln in eigenen Abteilungen die Anwendungen ständig weiter, und spezialisierte Firmen wie Innosyn setzen die Technologie ein, um Reaktoren und Equipment für die Flow Chemistry herzustellen.

Doch damit sind die Möglichkeiten bei Weitem nicht ausgeschöpft. Das zeigen die Arbeiten des diesjährigen Dechema-Preisträgers: Dr. Felix Löffler vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung forscht zu „Synthetic Array Technologies“ und hat dafür einen Multimaterial-Nano-3D-Drucker erfunden. Mit seiner Arbeitsgruppe erzeugt er komplexe Microarrays, die viele verschiedene Biomoleküle bzw. Materialien auf der Oberfläche bieten. Mit diesen Arrays sollen unter anderem neue Biomarker für Krankheiten gefunden und neue Katalysatoren für eine dekarbonisierte Zukunft entwickelt werden.

3D-Druck und Additive Manufacturing sind also schon in der Praxis angekommen, sie bieten aber nach wie vor viele neue Möglichkeiten – und die können nur über eine starke interdisziplinäre Zusammenarbeit ausgeschöpft werden. Wir werden also dranbleiben!

Interessieren Sie sich für Additive Manufacturing und möchten sich dazu austauschen? Melden Sie sich gerne bei uns! (Kontakt: kathrin.ruebberdt@dechema.de)

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