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Viele Fertigungsbetriebe achten heute darauf, nachhaltig zu wirtschaften und Ressourcen zu schonen. Selbstauferlegte, strenge Umweltstandards gehen oft über die behördlich geforderten Grenzwerte hinaus.
Abwasseraufbereitung mit Vakuumdestillation erzielt beste Ergebnisse
Dazu gehört natürlich auch der schonende Umgang mit wertvollen Frischwasserressourcen. Soll der Betrieb abwasserfrei arbeiten oder ist sehr reines Spülwasser für Produktionsprozesse wie die Teilereinigung erforderlich, bietet sich zur Abwasseraufbereitung die Vakuumdestillation an.
Die Qualität des Destillats ist so hoch, dass keine oder wenige Nachbehandlungsschritte notwendig sind. So ist das Destillat nahezu öl- und schwermetallfrei. Lediglich bei extrem hohen Qualitätsanforderungen an das Prozesswasser wird eine Nachbehandlung in Ionentauschern benötigt.
Vakuumdestillation ist günstiger trotz höherer Investitionskosten
Bei den beiden anderen Aufbereitungsverfahren – dem Membran- und chemisch physikalischen Verfahren – ist es im Allgemeinen wirtschaftlicher, das Abwasser technisch gerade so weit aufzubereiten, dass es in die öffentliche Kanalisation eingeleitet werden kann. In der Produktion kommt dann aufbereitetes Stadtwasser zur Anwendung, weil dafür die Prozesskosten niedriger sind als die weitergehende Aufbereitung des bereits geklärten Abwassers.
Betrachtet man die Investitions- und Betriebskosten von Vakuumdestillationsanlagen für Abwassermengen 100 bis 30000 m3 im Jahr bei Schmutzfrachten kleiner als 8%, werden die wirtschaftlichen Vorteile einer Vakuumdestillation besonders deutlich (Bild 2 – siehe Bildergalerie). Zwar liegen die Investitionskosten über denen der beiden anderen Verfahren, dafür sind aber die Betriebskosten unschlagbar günstig.
Niedrigste Betriebskosten bei der Vakuumdestillation
In der chemisch physikalischen Behandlung fallen hohe Kosten für Verbrauchsmaterialien an. Gleichzeitig ist die Bedienung – insbesondere bei einer breiten Palette von Inhaltsstoffen im Schmutzwasser – personalaufwändig und schwierig. Membrananlagen haben zwar moderate Verbrauchswerte, doch sind die Mengen des zu entsorgenden Rückstands und damit die verbleibenden Entsorgungskosten hoch.
Bild 3 zeigt einen Betriebskostenvergleich der drei Verfahren. Dabei wird deutlich, dass die Vakuumdestillation den höheren Investitionspreis bereits nach etwa zwei Jahren durch niedrigere Betriebskosten amortisiert hat.
Anlagen zur Vakuumdestillation passen sich automatisch der Prozesswasserqualität an
Auch in Bezug auf die Flexibilität und Sicherheit setzt die Vakuumdestillation Maßstäbe. Moderne Aufbereitungsanlagen passen sich automatisch schwankenden Prozesswasserqualitäten an. Dadurch lässt sich zum Beispiel bei geringer Anpassung einer Anlage, die ursprünglich für die Behandlung von „verbrauchten“ Kühlschmierstoffemulsionen konzipiert wurde, Prozesswasser aus der Galvanotechnik aufbereiten.
Clevere Wartungskonzepte und eine intelligente Prozessvisualisierung verbessern die Anlagenverfügbarkeit und erleichtern die Anlagenbedienung. Insofern arbeiten moderne Vakuumdestillationsanlagen ebenso zuverlässig wie der spezialisierte Entsorgungsbetrieb, der das anfallende Abwasser regelmäßig abholt (Bild 4).
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