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Dagegen erfolgt in Vakuumdestillationsanlagen die Verdampfung von verunreinigtem Wasser unter Vakuumbedingungen. Die Wärmeenergie des entstehenden Dampfes wird verwendet, um das zulaufende Prozesswasser zu verdampfen. Daher sind diese Anlagen sehr energieeffizient. Das entstehende Destillat lässt sich in der Regel im Kreislauf führen. Die Verdampfungsrückstände werden entsorgt.
Art und Menge der Abwasserverschmutzung kann Anwendbarkeit einschränken
In bestimmten Fällen begrenzt das aufzubereitende Prozesswasser die Anwendbarkeit der drei Verfahren. Gründe dafür sind Art, Menge und Grad der Verschmutzung.
Ist die Schmutzfracht fast ausschließlich anorganischer Art, kommen Membranfiltrationsverfahren nicht in Frage, weil sie technisch zu aufwendig sind. Die Vakuumdestillation ist zur Aufbereitung dann nicht geeignet, wenn das Prozesswasser Latex, Lack, Farbe oder Eiweiß enthält.
Je nach Qualitätsanforderungen – insbesondere in Nischenanwendungen – lohnt es sich jedoch, auch über Verfahrenskombinationen nachzudenken, zum Beispiel über Membrananlagen plus Vakuumdestillation zur Aufbereitung von Konzentraten.
Vor- und Nachteile der Verfahren zur Abwasseraufbereitung abwägen
Bild 1 zeigt, dass es jedoch einen großen Anwendungsbereich für alle drei Verfahren gibt. In diesem Bereich ist es erforderlich, die einzelnen Verfahren sorgfältig gegeneinander abzuwägen:
- Zunächst gilt es die Rahmenbedingungen für eine Abwasseraufbereitung festzulegen. Das wichtigste Kriterium ist die Qualität des aufbereiteten Wassers. Die Qualitätsanforderungen sind die Basis für die Betrachtung aller folgenden Kriterien.
- An erster Stelle im Verfahrensvergleich stehen natürlich die Kosten. Zusätzlich zu den Investitions- müssen auch die Betriebskosten betrachtet werden. Was nützt ein niedriger Kaufpreis, wenn hohe Betriebskosten diesen Vorteil in kurzer Zeit wieder zunichte machen?
- Die Anwendungsflexibilität des Aufbereitungsverfahrens ist auch von großer Wichtigkeit. Wie reagiert zum Beispiel die Anlage, wenn der Verschmutzungsgrad des Abwassers schwankt oder sich sogar dessen Zusammensetzung innerhalb kurzer Zeit komplett ändert? Was passiert, wenn neue Prozesschemikalien eingesetzt werden?
- Letztendlich gilt es, die Zuverlässigkeit der Aufbereitungsanlage einzuschätzen. Bei dieser Einschätzung geht es um den Grad der Anlagenverfügbarkeit Wie aufwändig ist die Bedienung der Anlage? In wie weit kann sich der Bediener bei Störungen selbst helfen?
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