Funkenlöschanlagen

Abwarten und Teetrinken ist keine gute Option, wenn es um Brandschutzkonzepte geht

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Die sogenannten Spülluftadapter, die üblicherweise zur Verhinderung von Anhaftungen zusammen mit den Funkenmeldern verbaut werden, sind bei der Verarbeitung von Tee nicht optimal einsetzbar. Da sich die oft klebrigen Partikel auf pneumatische Weise nicht sicher entfernen lassen, hat man sich bei diesem Anwendungszweck für eine regelmäßige manuelle Reinigung der Funkenmelder entschieden.

In Abhängigkeit von der jeweiligen Lage innerhalb der Fertigungsanlagen und der Menge des passierenden Materials werden die Melder vom Betriebselektriker alle fünf bis sieben Tage einer nach dem anderen aus der Rohr- bzw. Schachtwandung herausgenommen und die Optik mit einem Tuch gesäubert. Dies kann nicht nur während der planmäßigen Stillstandzeiten geschehen, sondern auch während der laufenden Produktion. Dafür müssen die entsprechenden Daten in der Funkenmeldezentrale lediglich kurzzeitig zurückgesetzt werden, um falsche Alarme zu vermeiden.

Ergänzendes zum Thema
Neues Löschdüsenkonzept spart Wasser

Mit dem neuen Löschdüsenkonzept von Grecon lässt sich die Wassermenge drastisch reduzieren.
Mit dem neuen Löschdüsenkonzept von Grecon lässt sich die Wassermenge drastisch reduzieren.
( Bild: Grecon )

Bei der Funkeneliminierung bietet Grecon neben der Ausschleusung ein neues Löschdüsenkonzept, mit dem die Wassermenge drastisch reduziert werden kann. Mit dem neuen Düsenprogramm lässt sich in Abstimmung mit dem Kunden die Wassermenge genau auf die spezifischen Anforderungen einstellen. In Kombination mit dem bewährten Melderprogramm lässt sich jetzt eine Funkenlöschanlage konzipieren, die sowohl hinsichtlich Funkenerkennung als auch Funkeneliminierung noch exakter als bisher auf die anwenderspezifischen Produktionsanforderungen zugeschnitten werden kann.

Das Ablöschen der identifizierten Zündinitiale erfolgt bei der Martin Bauer Group mit etwa 120 °C heißem Wasserdampf. Dieser wird für die Produktionsprozesse ohnehin vorgehalten und eignet sich auch besonders für die Löschung in einem Materialstrom. Aufgrund der geringen Menge an Wasser, die dabei in das Material eingebracht wird, reduziert sich der Einfluss auf die nachfolgenden Verarbeitungsschritte auf ein Minimum.

Um die Gesamtmenge an eingetragenem Wasser weiter zu reduzieren, erfolgt eine Löschung nur in den besonders gefährdeten Anlagenbereichen. In allen anderen Bereichen werden als Folge des Ansprechens der Melder lediglich bestimmte Anlagenteile kurzzeitig abgeschaltet. Die potenziellen Zündinitiale verlöschen daraufhin von selbst bzw. kühlen sich ab, ohne weitertransportiert zu werden. Bereits wenige Minuten später kann mit der Produktion fortgefahren werden.

Ende des Blindflugs

Bei der Martin Bauer Group wurden mittlerweile fünf Funkenmeldezentralen installiert, an die insgesamt 38 Melde- und Löscheinheiten angeschlossen sind. Im Jahr 2014 wurde auf die aktuelle Funkenmeldezentrale mit 10-Zoll-Farbdisplay mit selbsterklärender Touch- und Slide-Funktion aufgerüstet, die den Bediener in die Lage versetzt, die gewünschten Informationen aus den verschiedenen Ebenen schnell und kompakt aufbereitet abzurufen.

Auch mit dem Kundendienst zeigt sich das Unternehmen sehr zufrieden. So wurde in einem Havariefall in kürzester Zeit ein entsprechendes Ersatzteil geliefert. Selbst in der kurzen Zwischenzeit, in der man keinen Zugriff auf die betroffene Funkenmeldezentrale hatte, war man so konsequent, die Produktionsanlage abzuschalten.

* Der Autor arbeitet im Marketing der Fagus-Grecon GmbH & Co. KG, Alfeld.

(ID:44234845)