Behälterheizung dank Doppelwandprofil

Abwärme zur Behälterheizung verwenden

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Die Rohrausführung erfolgte gemäß DIN16961 mit Innendurchmesser DN 2000 * 5900 mm zylindrischer Höhe. Die allgemeine Zulassung Z-40.21-209 des DIBT ist Basis für die statische Auslegung. Die wichtigen Parameter Energieeintrag, Isolierung und Wärmeverlust, zur Aufrechterhaltung der Wärme im Inneren, wurden ebenfalls vom Hersteller berechnet.

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Das Nutzvolumen beträgt je Behälter 15 m³ bei druckloser Lagerung und Behandlung des Mediums. Es wurde eine Auslegungstemperatur von 70 Grad, bei einer Lebensdauer von 25 Jahren gewählt. Der Sicherheitsfaktor ist standardmäßig mit 2 berücksichtigt. Seitliche Stutzen fließen in die statische Betrachtung ein. Die Behälter haben je einen flachen Boden und Deckel, wobei auf den Deckeln Rührwerke, die auf Traversen fixiert sind, betrieben werden.

Leistungsvorgaben gemeistert

Es können sogar die Stutzen in der Behälterwand, die eine Störung im Fluss des Heizmediums darstellen, aufgrund des neu entwickelten Systems überbrückt werden. Das gezielte Umleiten des Heizmediums im Profil wurde mit speziellen Stutzen realisiert, die über eine Heizelementmuffenschweißung den kompletten Wandungsquerschnitt hermetisch abriegeln. Die Anschlüsse der Überbrückung wurden jeweils vor und nach jedem „Wasserstop-Stutzen“ geschaltet. Damit der Wärmeübergang zum Medium möglichst groß ist, wurde die Wanddicke der Grundlage (Inliner) klein gewählt. Dagegen wurde die Wanddicke der Decklage zur besseren Isolierung und zum Erreichen der statisch erforderlichen Gesamtwanddicke groß gewählt.

Heizkosten komplett eingespart

Die realisierten Lager- und Behandlungsbehälter für die Bitumen-Emulsion verlangten nach einer speziellen Spezifikation der Wandung. Hinzu kommt die Erfordernis nach einem exklusiven Produktdesign, das sich der Anwendung flexibel anpasst. „Nur so war es möglich, die Heizkosten zum Betreiben der Behälter komplett einzusparen. Gerade diese Individualität, dieses Eingehen auf Probleme und ihre Lösung, zum Beispiel mit der Wahl der Wanddicken und dem erforderlichen Design, sind Stärken, die wir auch für neue Aufgabenstellungen im Anlagenbereich jederzeit wieder abrufen können“, ist sich Florin nach dem erfolgreich abgewickelten Projekt sicher.

* Michael Florin ist Mitarbeiter bei Henze, Klaus Bucher ist Leiter von Bucher Communications.

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