Sicherheit beim Zuckerhandling
Abgestimmte Explosionsschutzkonzepte von einfach bis komplex

Von Sabine Mühlenkamp 5 min Lesedauer

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Bei der Verarbeitung von Zucker in der Getränkeindustrie entstehen Stäube, die ebenso wie andere pulverförmige oder staubende Zutaten eine explosionsfähige Atmosphäre verursachen können. Wirkungsvolle und wirtschaftliche Explosionsschutzeinrichtungen und -systeme schützen effektiv vor den Auswirkungen einer möglichen Staubexplosion und sichern so die Produktivität.

Die Löschkanone des Unterdrückungssystems besteht aus einer drucklosen, leicht austauschbaren Löschmittelpatrone und dem mit Stickstoff befüllten Druckbehälter.(Bild:  Bormann & Neupert by BS&B)
Die Löschkanone des Unterdrückungssystems besteht aus einer drucklosen, leicht austauschbaren Löschmittelpatrone und dem mit Stickstoff befüllten Druckbehälter.
(Bild: Bormann & Neupert by BS&B)

Getränkehersteller gehören zu den wichtigsten Abnehmern der deutschen Zuckerfabriken. Bei der Verarbeitung können jedoch durch das Aneinanderreiben der Kristalle feine brennbare Stäube entstehen. Aufgewirbelt in Luft bilden die mikroskopisch kleinen Partikel dann schnell eine gefährliche explosionsfähige Atmosphäre. Auch andere Getränkegrundstoffe, die in Pulverform zugeliefert werden, etwa Süßstoffe, Bindemittel oder Stärke, können eine explosionsfähige Atmosphäre verursachen.

Entscheidend sind jeweils die Explosionskennwerte des verarbeiteten Stoffs und die Staubkonzentration in der Luft. Beispielsweise wird Zuckerstaub mit einem typischen maximalen Explosionsüberdruck Pmax von 8,5 bar und einem KSt-Wert von 138 bar · m/s in die Staubexplosionsklasse St 1 eingeordnet. Eine fundierte Risikobetrachtung und -einschätzung und ein darauf basierender wirkungsvoller Explosionsschutz ist darum unverzichtbar. Typische Stellen im Verarbeitungsprozess, wo Zuckerstäube auftreten sind etwa Filter, Silos oder Förderanlagen wie Becherelevatoren.

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