Automatisierung

ABB mit neuem thermischen Massedurchflussgerät, rückspeisefähigem Frequenzumrichter und smartem Sensor für Pumpen

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Durch die sehr kleinen, in den Gasstrom hineinragenden Messelemente entsteht nur ein minimaler Druckverlust und die Ansprechzeit von 0,5 Sekunden erlaubt eine dynamische Messung und damit eine exakte Prozesssteuerung. Die hohe Genauigkeit der Messung von +/- 0,6 Prozent vom Messwert bei gleichzeitig hoher Wiederholgenauigkeit prädestiniert den neuen SensyMaster für eine Vielzahl anspruchsvoller Anwendungen in zahlreichen Bereichen der Prozessindustrie.

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ABB-Experte Poft: „Unser SensyMaster ist nach den Coriolis-Durchflussmessern die zweite ABB-Gerätefamilie, die auf der neuen volldigitalen Elektronik-Plattform basiert.“ Sie vereinheitliche das Erscheinungsbild, die Bedienung und letztlich auch die Wartung unterschiedlicher ABB-Messinstrumente, so Poft weiter. Der Messtechnik-Experte betont zudem eine redundante Datenspeicherung zur Erhöhung der Datensicherheit, die das „SensorApplicationMemory“ erlaubt und eine „EasySetup“-Funktion, die die Inbetriebnahmezeit auf wenige Minuten reduziert. Über den „ApplicationSelector“ stehen demnach bis zu acht unterschiedliche Applikationen für den flexiblen Messgeräteeinsatz zur Verfügung. Eine integrierte Datenbank soll es ermöglichen, eine Anzahl unterschiedlicher Prozessgase frei auszuwählen. Die integrierte Verifikations- und Diagnosefunktion gewährleistet eine hohe Verfügbarkeit bei gleichzeitig minimalem Wartungsaufwand. Die „SensorCheck“-Funktion dient zur Überprüfung der thermischen Messelemente.

Event-Tipp der Redaktion Das von PROCESS organisierte Energy Excellence Forum am 08. März 2018 in Frankfurt am Main zeigt eine Vielzahl von technischen Konzepten und Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz. Welche Themen beim letzten Energy Excellence Forum diskutiert wurden, lesen Sie in unserem Beitrag „Energy Excellence Forum 2017 – Energieeffizienz ist mehr als Energie sparen“.

Die verwendeten Dünnschicht-Widerstände aus Platin sind auf einem keramischen Trägermaterial aufgebracht und sorgen so für eine Herstellerangaben zufolge „hervorragende“ Langzeitstabilität der Messungen. Gleichzeitig ist die extrem kleine Masse der Sensoren verantwortlich für schnellste Reaktionszeiten und eine Einsatztemperatur von bis zu 300 Grad Celsius. Die volldigitale Elektronik soll für geringes Signalrauschen sorgen und damit für höhere Genauigkeit. Kabelverbindungen über Entfernungen von bis zu 200 Meter sind laut Herstellerangaben möglich. Bei einem „Plug&Play“-Tausch der kompletten Elektronik bleibt durch das „ApplicationSensorMemory“ die Konfiguration vollständig erhalten.

Parameter müssen nicht mehr händisch eingegeben werden und eine Neukalibrierung des Messgeräts sei überflüssig, heißt es. Neu ist auch ein modulares I/O-Konzept mit bis zu fünf Signalausgängen. Zusätzlich zu den drei Standardausgängen können Einsteckkarten installiert werden, die die Kommunikationsmöglichkeiten und die Funktionalität der Messgeräte weiter erhöhen und die automatisch von der Gerätesoftware erkannt werden. Zwei Erweiterungskartenkönnen direkt vor Ort gesteckt werden. Sie können Stromausgänge, Digitalein- oder -ausgänge oder eine 24-V Stromversorgung beinhalten.

Angaben von ABB zufolge sind die neuen Geräte in zahlreichen Bauformen und unterschiedlichen Genauigkeiten lieferbar. Zahlreiche Zubehörteile und unterschiedliche Nennweiten erweitern das Anwendungsspektrum. ABB-Durchfluss-Spezialist Poft verweist aber auch auf die mechanische Rückwärtskompatibilität der neuen Geräte zu der bisherigen SensyFlow-Gerätereihe und auf den Preis der neuen Gerätefamilie, die je nach Ausführung deutlich unter dem der bisherigen Geräte liegen soll. Das Gerät soll zunächst in zwei Baureihen verfügbar sein: Während die Geräte der FMT200-Reihe speziell für die einfache Systemintegration geeignet sind, kommen die Geräte der FMT400-Reihe hingegen in industriellen Anwendungen zum Einsatz. In beiden Reihen gibt es demnach Geräte mit unterschiedlicher Genauigkeit und Funktionalität, je nach Anforderung der jeweiligen Anwendung.

Neuer Smart Sensor überwacht jetzt auch Pumpen

Vor zwei Jahren stellte ABB erstmals den Smart Sensor vor, der seitdem Daten zur vorausschauenden Wartung von Niederspannungsmotoren bereitstellt. Durch die vorausschauende Wartung konnten nach Aussage der Entwickler Stillstandzeiten um bis zu 70 Prozent reduziert, die Motorlebensdauer um bis zu 30 Prozent verlängert und der Energieverbrauch um bis zu zehn Prozent gesenkt werden. In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Pumpenhersteller Egger entwickelte ABB jetzt erstmals eine Lösung auch für die Fernüberwachung von Pumpen.

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