Neue Report Wachstumstreiber PP, PEF, PHA: Diese Biopolymere legen bis 2030 am stärksten zu

Quelle: Nova-Institut 2 min Lesedauer

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Biobasierte Polymere legen deutlich schneller zu als der Gesamtmarkt: Ein neuer Nova-Report prognostiziert bis 2030 zweistellige Zuwächse und zeigt, welche Polymere und Regionen besonders profitieren.

Der neue Nova-Report prognostiziert bis 2030 ein starkes Wachstum biobasierter Polymere und zeigt, welche Materialien und Regionen die Kapazitätsausbauten vorantreiben.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Der neue Nova-Report prognostiziert bis 2030 ein starkes Wachstum biobasierter Polymere und zeigt, welche Materialien und Regionen die Kapazitätsausbauten vorantreiben.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Das Nova-Institut hat den Report „Bio-based Building Blocks and Polymers – Global Capacities, Production and Trends 2025–2030“ als kostenlosen Download veröffentlicht. Der Report liefert aktuelle Marktdaten zu 17 kommerziell verfügbaren biobasierten Bausteinen und Polymeren für das Jahr 2025 sowie eine Prognose bis 2030.

Im Jahr 2025 verzeichnete die bio-basierte Polymer-Branche ein erfolgreiches Jahr. Es wird eine erwartete Gesamt-CAGR von 11 % bis 2030 sowie eine durchschnittliche Kapazitätsauslastung von 86 % prognostiziert. Insgesamt weisen bio-basierte, nicht biologisch abbaubare Polymere größere installierte Kapazitäten und höhere Auslastungsraten auf als bio-basierte, biologisch abbaubare Polymere. Während 58 % der gesamten installierten Kapazitäten auf bio-basierte, nicht biologisch abbaubare Polymere entfallen, sind es bei bio-basierten, biologisch abbaubaren Polymeren 42 %. Die Auslastungsrate von bio-basierten, nicht biologisch abbaubaren Polymeren liegt bei 90 %, verglichen mit einer durchschnittlichen Rate von 81 % für bio-basierte, biologisch abbaubare Polymere. Die erwartete CAGR für bio-basierte, nicht biologisch abbaubare und biologisch abbaubare Produkte ist mit 10 % bzw. 11 % ähnlich.

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Die Produktion von Epoxidharz und PUR verzeichnet ein moderates Wachstum von 9 bzw. 8 %, während PE und PP um 17 bzw. 94 % gesteigert werden. Darüber hinaus wird erwartet, dass sich die Kapazitäten für die biologisch abbaubaren Polymere PHA und PLA bis 2030 um 49 % bzw. 16 % erhöhen. Neuartige kommerzielle Produkte wie Kaseinpolymere und PEF verzeichnen eine wachsende Produktionskapazität und es wird davon ausgegangen, dass diese bis 2030 ein weiteres deutliches Wachstum erfahren wird.

Der Anstieg der Produktionskapazität von 2024 bis 2025 um etwa 550.000 Tonnen ist in erster Linie auf die Ausweitung der Epoxidharzproduktion und der PLA-Kapazitäten in Asien zurückzuführen. Des Weiteren wurde im Jahr 2025 berichtet, dass PA und PTT eine Expansion nach Asien planen. Es wird prognostiziert, dass PP, PEF und PHA bis 2030 ein kontinuierliches Wachstum von durchschnittlich 65 % verzeichnen können. Die PHA-Kapazitäten werden insbesondere in Asien steigen, während die PEF-Kapazitäten sowohl in Asien als auch in Europa zunehmen werden. Die PP-Kapazitäten werden sich hauptsächlich in Nordamerika erhöhen.

Im Jahr 2025 betrug das Gesamtproduktionsvolumen von bio-basierten Polymeren 4,5 Millionen Tonnen, was einem Anteil von 1 % am Gesamtproduktionsvolumen von fossilen Polymeren entspricht. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von bio-basierten Polymeren liegt mit 11 % deutlich über dem Gesamtwachstum von Polymeren, das bei 2 bis 3 % liegt. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend bis 2030 fortsetzt. Angesichts dieser Wachstumsraten wird ein Anstieg des Anteils bio-basierter Polymere auf 2 % erwartet.

Regional verschieben sich die Gewichte: Asien bleibt 2025 zwar die führende Produktionsregion, doch Nordamerika und Europa sollen laut Prognose ihre Rolle bis 2030 ausbauen. Damit rückt auch die europäische Regulierung stärker in den Fokus, etwa über die verpackungs- und verpackungsabfallverordnung und weitere Rahmenwerke, die Nachfrage, Anwendungsfelder und Investitionsklima beeinflussen können.

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