Inhalt des Artikels:
Seite 1:
Zellenradschleusen-Konzepte für nahezu jede Anwendung
Seite 2:
Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Sie das Zellenrad indviduell anpassen können
Ergänzendes zum Thema
Nachgefragt
Nachgefragt: Enge Zusammenarbeit führt zu neuen Lösungen
Für Michael Scherer, Produktverantwortlicher für Zellenradschleusen bei Wam, ist enge Zusammenarbeit von Anwender und Ausrüster entscheidend für den Erfolg von Innovationsprozessen.
Herr Scherer, Schüttgüter sind immer für Überraschungen gut. Wie stellen Sie sicher, dass die Zellenradschleuse zuverlässig in der jeweiligen Anwendung arbeitet?
Scherer: Wir testen die Zellenradschleusen mit den verschiedensten Materialien intensiv im eigenen Forschungslabor und passen sie dem jeweiligen Verwendungszweck an. Die so entstehenden Produktausführungen und Ausstattungsoptionen stellen sicher, dass der Anwender für seinen konkreten Einsatzfall das richtige Produkt mit der optimalen Leistung bekommt.
Um dem zunehmenden Wettbewerbsdruck standhalten zu können, sind Produzenten stets auf der Suche nach effizienteren Prozessen und neuen Produkten. Mit diesen rasanten Entwicklungen muss auch das Schüttgut-Handling mithalten. Wie unterstützen sie Anwender dabei?
Scherer: Die Gewinnung neuer Produktideen und neuer Ansätze zur Prozessoptimierung beim Anwender ist ein kontinuierlicher Prozess, den wir als weltweite Aufgabe verstehen. Für jeden Anwendungsbereich bzw. für jede Branche gibt es spezialisierte, hochqualifizierte Teams aus Produktentwicklern und Marktexperten, die sich in der Prozesswelt unserer Kunden bestens auskennen. Hier arbeitet man ständig an der Verbesserung bestehender Produkte und natürlich an der Gewinnung und Umsetzung von Ideen für Produktinnovationen. Entscheidend ist dabei die enge Zusammenarbeit mit dem Anwender. In zahlreichen Projekten werden neue Produkt-Anwendungskombinationen getestet, was oft zu interessanten neuartigen Lösungskonzepten führt, die schlussendlich zu wichtigen Wettbewerbsvorteilen führen. In der firmeneigenen Test-Anlage in Modena, Italien können unter realistischen Bedingungen Produkttests durchgeführt und Produktionsprozesse simuliert werden.
In Sachen Explosionsschutz ist Atex Pflicht. Doch damit allein ist das Risiko nicht immer gebannt. Mit welchen Konzepten helfen Sie Unternehmen, ihre Produktionsprozesse sicherer zu gestalten?
Scherer: Die Sicherheit für Anwender und Anlagen ist oberstes Gebot. Die Implementierung von Explosionsschutzmechanismen ist daher auch bei Wam obligatorisch. Für jedes Anwendungsumfeld und jedes Produkt wird geprüft, in wie weit beim Handling bestimmter Materialien ein Explosionsschutz für einzelne Komponenten vorgeschrieben bzw. zu empfehlen ist. Ist dies der Fall, sind die jeweiligen Produkte auch in einer Ausführung mit Atex-Zertifizierung erhältlich. So auch bei den Zellenradschleusen.
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Vielseitigkeit durch optionales Zubehör
Bei einer Vielzahl möglicher Anwendungsbereiche und unterschiedlichster Materialeigenschaften liegt der Schlüssel zur Anpassungsfähigkeit in der Auswahl an optionalem Zubehör. Für individuelle Anforderungen bietet Wam für jede Zellenradschleusen-Baureihe umfassendes Zusatzequipment an:
Gehäuse und Rotor in unterschiedlichen Werkstoffausführungen: Grauguss oder Edelstahl sowie Oberflächenbehandlung mit Chrom, Nickel oder Teflon; Rotor mit Schleißleisten aus Federstahl, Vulkollan, Viton, Teflon oder Edelstahl zur Verbesserung der Abdichtung und Verringerung des Abriebs; Rotor mit abgeschrägten Zellenflügeln; Zellentascheneinsätze für anbackende Schüttgüter; Alternative Antriebsmöglichkeiten: Direktantriebe mit konstanter oder variabler Drehzahl, koaxiale Antriebe mit Kettenübersetzung, diverse Elektromotoren sowie Versionen ohne Antrieb mit freiem Wellenende; Rotationsanzeiger zur Überwachung der Rotordrehung; Explosionschutz: Atex Zone 22.
Individuell angepasst In der Version mit mechanischem Regelantrieb lässt sich die Drehzahl des Zellenrades manuell oder über einen elektrischen Impuls so einstellen, dass das Produkt genau in der gewünschten Menge dem Herstellungsprozess zugeführt wird. Alternativ hierzu können Festantriebe über einen Frequenzumwandler drehzahlgesteuert werden. Im Bereich der Durchblasschleusen hat das Unternehmen die Zellenradschleuse Typ RVS entwickelt. Mit dieser Schleuse kann organisches und anorganisches Material verschiedenster Art einem pneumatischen Förderstrom präzise zudosiert werden.
Der Anschluss an die Förderrohrleitung erfolgt entweder durch Anschweißen der Leitung an den Auslauf der Durchblasschleuse oder durch Klemmen und Abdichten des Anschlusses. Die Abdichtung des zu dosierenden Materials innerhalb der Schleuse geschieht über eine Sperrluftspülung, die mit einem ständigen Luftstrom von 0,3 bis 0,4 bar beaufschlagt wird, um einen Gegendruck aufzubauen.
Bei einer Vielzahl möglicher Anwendungsbereiche und unterschiedlichster Materialeigenschaften liegt der Schlüssel zur Anpassungsfähigkeit in der Auswahl an optionalem Zubehör. Dank des umfassenden Zusatzequipments für jede Zellenradschleusen-Baureihe kann Wam flexibel auf individuelle Anforderungen eingehen.
* Der Autor ist Mitarbeiter der Wam GmbH, Altlußheim.Kontakt: Tel. +49-6205-3949-54
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