Dosierpumpen Zahnrad-Dosierpumpen für Schwefelsäure und Nitriersäuren

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Sven Borghoff / Dr. Jörg Kempf

In der Chemie muss eine sichere Handhabung besonders von kritischen Medien gewährleistet sein. Hierzu zählen Schwefelsäure und Nitriersäuren. Eine Herausforderung an Dosierpumpen.

Anbieter zum Thema

In der Chemieindustrie muss neben den Auflagen zum Betrieb einer Pumpe auch die Qualität der Dosierung dokumentiert werden, vor allem muss diese reproduzierbar sein. Mit klassischen Dosierpumpen ist dies oft nur mit kostenintensiven Investitionen möglich, da diese die dazu notwendige pulsationsfreie Fördercharakteristik nur schwer erfüllen. Auch die hermetische Bauweise bei gleichzeitiger Arbeitssicherheit im Falle des Verschleißteilwechsels bedarf zum Teil kostenintensiver Maßnahmen.

Druckstabile Dosierung

Dennoch will der Betreiber weitgehend die Eigenschaften einer druckstabilen Dosierung beibehalten, um die teure Installation eines Regelkreises zu vermeiden, ohne dabei auf die hermetische Bauweise zu verzichten. Die Magnetkupplung – als die sicherste Art der hermetischen Bauweise – hat sich seit vielen Jahren bewährt und ist heute Stand der Technik, vor allem in der Handhabung ätzender und anderer kritischer Flüssigkeiten.

Magnetkupplung gefragt

Auch Gather Industrie setzt bei seinen Dosierprozesspumpen auf die Magnetkupplung. Ihre druckstabile Fördercharakteristik, besonders bei Schwefelsäure, Nitriersäuren und Laugen, ermöglicht durch einfache Kalibrierung eine reproduzierbare Dosierung auch ohne Regelkreis. Die gleichmäßige, pulsationsfreie Förderung erhöht die Qualität der Dosierung, ihre Überwachung und ihre Dokumentation.

Einfache Wartung

Der Wartungsaufwand – nach mehreren tausend Stunden – ist auf den normalen Verschleiß der Pumpe (Pumpenkopf) beschränkt. Die Magnetkupplung erlaubt einen einfachen und schnellen Ablauf von Wartung, Reparatur und Wechsel des Pumpenkopfes. Motor und Magnetkupplung selbst sind wartungsfrei.

Die Zahnradpumpe wurde für die Entgasung von Wasser konzipiert und zu einer Prozesspumpe weiterentwickelt, die besonders gut geeignet ist, heiße Lösungsmittel, Säuren, Laugen, Wasser, wässrige Lösungen, Salzlösungen und andere nichtschmierende Flüssigkeiten zu fördern.

Dies ist möglich durch Verwendung hochwertiger Materialien und durch eine optimierte interne Flüssigkeitszirkulation, wodurch die Pumpe auch im eingebauten Zustand vollständig gereinigt werden kann (CIP – Cleaning In Place). Besonders für die Dosierung von verschiedenen Nitriersäuren ist diese Eigenschaft wichtig. Die Pumpe muss hier beispielsweise vor einem Produktwechsel mit THF oder einem anderen Lösungsmittel gereinigt werden.

Mit Messystemen kombinierbar

Zur besseren Dokumentation der Dosierung, besonders in Technikum oder Miniplant, ist die Pumpe mit verschiedenen Messsystemen kombinierbar. Die gängigsten sind: Coriolis, Waage, MID (magnetisch induktiv), Zahnrad- bzw. Ovalradzähler, pH-Messgerät, Druckaufnehmer und PT-100. Einzige Voraussetzung ist, dass die Messgröße direkt vom Volumenstrom abhängt. Der daraus resultierende Regelkreis arbeitet ungefähr in der Genauigkeit der Messung. Die Integration der kompakt gebauten Pumpe in einen vorhandenen Prozess ist daher einfach.

Die Anforderungen, die sich aus der Atex-Richtlinie ergeben, beschränken sich auf die üblichen elektrischen Sicherungsmaßnahmen des Motors und die Verhinderung des Trockenlaufes der Pumpe. Eine zusätzliche Temperaturüberwachung des Magnetraumes (Spalttopf) ist nicht notwendig.

Der Autor ist Produkt Manager bei der Gather-Industrie GmbH, Mettmann.

(ID:235836)